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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU)

Schröder für flexiblere Arbeitszeitmodelle

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat die Wirtschaft aufgefordert, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch eine 30-Stunden-Woche als Arbeitszeitmodell anzubieten.

“Die Mehrheit der jungen Mütter will 20 oder 30 Stunden in der Woche arbeiten. Und auch 60 Prozent der Väter mit kleinen Kindern würden am liebsten weniger als Vollzeit arbeiten“, sagte sie der “Bild am Sonntag“. Es müsse auch möglich sein, mit einer 30-Stunden-Woche eine Führungsposition zu besetzen. “Die Unternehmen werden nicht mehr Frauen für Führungspositionen gewinnen, wenn sie weiter verlangen, dass jemand in einer Führungsposition 70 bis 80 Stunden die Woche präsent ist. Da sagen die meisten Frauen und zum Glück auch immer mehr Männer völlig zu Recht: So will ich gar nicht leben“, sagte Schröder.

Sie wünsche sich mehr Flexibilität von den Unternehmen. Viele zeigten die schon, indem sie keine Meetings mehr in die Abendstunden legten. “Ein Chef, der Konferenzen für 19 oder 20 Uhr ansetzt, handelt kinderfeindlich.“ Schröder hat 2009 das Angebot der Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesfamilienministerin zu werden, nur unter der Bedingung angenommen, dass sie im Amt Mutter werden darf. Sie erwartet im Sommer ein Kind. “Ich habe mit Angela Merkel eine Chefin, die für meine Situation Verständnis hat“, sagte sie. Die Ministerin kündigte an, sich für die Geburt ihres Kindes ein Vierteljahr aus dem politischen Tagesgeschäft zurückzuziehen und sich von Staatssekretären vertreten zu lassen. Außerdem will Schröder, die mit Innenstaatssekretär Ole Schröder verheiratet ist, nach der Geburt ihres Kindes ihr Ministerium verstärkt von zu Hause aus führen.

dpa

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