Blick in den Hackschnitzelbunker der modernen Anlage in der Zinneberger Straße in Glonn. Foto: sro

Holzhackschnitzelheizwerk

In einem Jahr 550.000 Liter Heizöl gespart

Glonn - Als das Holzhackschnitzelheizwerk an der Zinneberger Straße in Glonn im Dezember 2009 in Betrieb ging, waren die letzten Streitigkeiten um den Bau der Anlage gerade erst abgeklungen. Der steinige Weg hat sich gelohnt.

Die Mehrheit der Glonner Bürger und die Mehrheit des Gemeinderates waren sich vo n Anfang an sicher, dass der Bau eines Biomasseheizwerkes der richtige Schritt in Richtung regenerative Wärmeversorgung war. Durch die jetzt veröffentilichte Bilanz des Betreibers können sie sich in ihrer Meinung bestätigt fühlen.

Durch den Rohstoff Hackschnitzel besteht eine gesicherte Versorgung, da die Hackschnitzel aus Waldrestholz aus der direkten Umgebung von Glonn gewonnen werden. Bei einem Ausfall der Holzfeuerung oder bei anfallenden Wartungsarbeiten sei zudem eine lückenlose Versorgung durch einen Notfallölheizkessel gesichert, versichert die MW Biomasse aus Feldkirchen-Westerham, die das Heizwerk betreibt.

Von Waldbauern und Forstwirten wurden im vergangegen Jahr für die Befeuerung der Anlage in einem Umkreis von rund 15 Kilometern um Glonn rund 10 700 Kubikmeter Hackschnitzel geliefert. „Die Heizwerksbetreuung erfolgt durch einen Betreuer aus der Marktgemeinde Glonn, die anfallenden Steuern gehen direkt an die Marktgemeinde. Dadurch wird die regionale Wirtschaft gefördert und Arbeitsplätze gesichert“, berichtet Sebastian Henghuber von der MW Biomasse. Im Jahr 2012 wurden durch das Biomasseheizwerk, an das Schloß Zinneberg und das Marienheim als Großabnehmer und zahlreiche Privathaushalte als Kleinabnehmer angeschlossen sind, 543 518 Liter Heizöl eingespart. Dies entspricht einer Einsparung von 1.198 Tonnen CO2 pro Jahr.

Darüber hinaus profitiert die Gemeinde Glonn selbst wirtschaftlich vom Nahwärmeheizwerk Glonn Zinneberg. Für alle kommunalen Liegenschaften an der Schiene zwischen Rathaus und Schule (Rathaus, Feuwerwehr, Schützenheim, Lehrerwohnhaus, Klosterschule, neuer Kindergarten, Schule) wurden im letzten Jahr 1352,78 Mwh Wärme benötigt. Es wurden 159 451 Liter Heizöl eingspart, was einer CO2- Menge von 351 723 kg entspricht. Rund 112 000 Euro Wärmevollkosten musste die Gemeinde in 2012 für ihre Liegenschaften bezahlen und sparte sich so allein im vergangenen Jahr im Vergleich zum Verbrauch an Heizöl 31 900 Euro.

Christine Gerneth

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