Den Aushang an der Turnhallentür der Grundschule St. Lantbert hat Hausmeister Mustafa Toprak angebracht. Damit werden die Schüler, aber auch die Aktiven des Freisinger Vereinssports, die abends in der Halle trainieren, informiert. Foto: Gleixner

Legionellen in Schul-Wasserleitung: Keine Gesundheitsgefahr

Freising - Schon Mitte Dezember 2013 waren Wasserleitungen in der Mittel- und der Grundschule Lerchenfeld kontrolliert worden. Jetzt gab’s das Ergebnis: erhöhte Legionellenwerte im Wasser.

Jetzt besteht Handlungsbedarf: Der Fehler im System muss gefunden werden. Die Gesundheit der Schüler war aber zu keiner Zeit in Gefahr, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Die Bakterien, die vor allem schwere Lungenentzündung verursachen können, werden in sogenannten „kolonienbildenden Einheiten“ (KBE) gemessen: „Und die lagen in der Mittelschule bei 4100 KBE“, erklärt Stadtpressesprecherin Christl Steinhart. Das rangiere zwar deutlich über der in der 2011 novellierten Trinkwasserverordnung festgelegten Unbedenklichkeitsgrenze von 100 KBE, aber weit unter 10 000 KBE. Ab dem Wert hätte man ein Nutzungsverbot für das Leitungssystem veranlassen müssen. Der Wert stelle zwar laut Pressesprecherin keinerlei Gesundheitsgefährdung dar, aber: Ab 1000 KBE muss eine Gefährdungsanalyse vom Eigentümer, in diesem Fall also dem Sachaufwandsträger, der Stadt, in Auftrag gegeben werden. Das gelte auch im Fall der Grundschule St. Lantbert: Dort wurde ebenfalls im Dezember kontrolliert und jetzt eine Legionellenbelastung von 6300 KBE im Wasser registriert. Rektor Peter Neurohr gibt Entwarnung: „Kein Grund zur Besorgnis.“

Als Sofortmaßnahme müssen jetzt die Hausmeister der beiden Schulen die Leitungen einmal täglich rund zehn Minuten aufdrehen und das Wasser laufen lassen. Zudem wurde das Brauchwasser für die Duschen in der Anlage höher erhitzt. Zudem wurde per Aushang in den beiden betroffenen Schulen über die Bakterienbelastung informiert. So könne neben dem Schul- auch der Vereinssport in den Turnhallen weiter aufrecht erhalten werden.

Auf Hochtouren laufe derzeit die Gefährdungsanalyse der Stadt, warum es zu der Legionellen-Belastung im Wasserleitungssystem gekommen ist, erklärt Christl Steinhart. Dafür könne es nach Aussage der Experten verschiedene Gründe geben, meint sie. „Und da hat sich unser Hochbauamt auf die Suche gemacht“, ergänzte gestern Abend Freisings Hauptamtsleiter Rupert Widmann: „Wir werden dabei natürlich von Fachfirmen tatkräftig unterstützt.“

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