Eine Auftragsflaute kann schnell aufs Gemüt schlagen. Doch statt Frust zu schieben sollten Selbstständige die Ruhephase nutzen. Wir haben ein paar Tipps.
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Eine Auftragsflaute kann schnell aufs Gemüt schlagen. Doch statt Frust zu schieben sollten Selbstständige die Ruhephase nutzen. Wir haben ein paar Tipps.

Ideale Möglichkeiten

Corona: Auftragsflaute? Wie Selbstständige jetzt die Zeit sinnvoll nutzen

  • Felix Herz
    vonFelix Herz
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Selbstständige in einer Auftragsflaute stehen unter hohem Druck. Doch statt Frust zu schieben, gibt es einige Möglichkeiten, das Beste aus der Ruhephase herauszuholen.

Ob im Homeoffice* oder im eigenen Büro, ob während eines Corona-Lockdowns oder im ganz normalen Alltag: Eine Auftragsflaute ist für Selbstständige nur in den seltensten Fällen eine angenehme Zeit. In der Regel bedeutet sie mindestens Langeweile, in ernsteren Fällen ist sie gar mit großen Sorgen verbunden. Doch anstatt seines Schicksals zu hadern empfiehlt es sich, diese Ruhephase proaktiv zu nutzen und mit Aufgaben zu füllen, die langfristigen Erfolg begünstigen. In diesem Artikel haben wir Ihnen einige Ideen und Tipps zusammengefasst, mit denen Sie Phasen der Auftragsflaute konstruktiv nutzen.

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Auftragsflaute: Mit diesen Tipps und Ideen holen Sie das Maximum aus der Ruhephase heraus

Grundsätzlich haben Sie während einer Auftragsflaute für viele Dinge Zeit, an die in einer auftragsreichen Zeit gar nicht zu denken wäre. Daher empfiehlt es sich zunächst, Ihre eigene Arbeitsstruktur und Infrastruktur zu organisieren. Heißt: Unterlagen sortieren, den PC/Laptop auf Vordermann bringen und entmüllen, Geschäftskontakte ordnen und neue Arbeitsabläufe planen. Weitere Möglichkeiten hier in der Zusammenfassung:

  • Der Gesamtcheck: Die Vorgehensweise eines Profis – gegenüber dem Business Insider verrät der Bauingenieur Martin Schienbein, dass er während einer längeren Auftragsflaute zunächst einmal eine breite Bestandsaufnahme macht. Er überprüft, wofür er angefragt wird, und für welche Expertise er nach außen hin wahrgenommen wird. Diese stellt er dann seinem Auftritt gegenüber: Spiegelt dieser die wahrgenommene Expertise wider? Auf Basis dessen passt er sein Angebot an und öffnet sich neuen Zielgruppen, welche er dann mittels einer gesteigerten Sichtbarkeit erreicht.
  • Neue Ufer: Eine Auftragsflaute eignet sich ideal, um neue Netzwerke zu erschließen und Geschäftskontakte zu knüpfen. Natürlich sollten die Netzwerke thematisch zu Ihrem Arbeitsfeld passen, doch vielleicht gibt es ja das ein oder andere Netzwerk, dass sie bisher übersehen haben? In der Ruhephase bietet sich Ihnen die ideale Möglichkeit, sich voll und ganz aufs Netzwerken zu konzentrieren. Das überbrückt nicht nur die Zeit, sondern beschert Ihnen in vielen Fällen langfristigen Erfolg.
  • Netzwerken optimieren: Passend zum zweiten Tipp empfiehlt es sich natürlich auch, die Ruhephase zu nutzen, um Ihre Netzwerkfähigkeiten an sich zu optimieren, schreibt Business Insider. Gibt es zum Beispiel Kanäle, auf denen Sie noch nicht vertreten sind? Auch hilft es, sich ein Bild anderer Selbstständiger zu machen und sich von deren Netzwerkauftritt inspirieren zu lassen und sich den ein oder anderen Tipp abzuschauen.
  • Arbeiten: Hört sich als Tipp während einer Auftragsflaute seltsam an, ist es aber gar nicht. Denn eine Auftragsflaute können Sie auch ideal nutzen, um vorauszuarbeiten oder ein Schaustück zu erstellen. Sie wissen am besten, was Ihre Kunden wollen und können bestimmte Basis-Arbeiten gegebenenfalls schon während der Ruhephase anfertigen. Oder Sie fertigen Etwas, dass sie als Marketing-Zweck zur Schau stellen können, um langfristig neue Kunden zu generieren.

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Nicht verzweifeln in der Auftragsflaute

Vor allem in diesen Corona-Zeiten können Auftragsflauten tiefe Sorgenfalten in die Stirn von Selbstständigen treiben. Doch gerade dann hilft es, sich zu beschäftigen. Denn nicht nur lohnen sich diese organisatorischen Arbeiten und Strukturprüfungen langfristig, sie geben Ihnen auch ein Gefühl, am Ende des Tages etwas geschafft zu haben. (fh)*Merkur.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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