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Fußballstadien gehören zum Schwerpunkt der Arbeit von Sicherheitskräften.

Umsatz gewachsen

Boom in der Sicherheitsbranche

Dortmund - Die deutsche Sicherheitsbranche floriert. Jetzt nimmt sie verstärkt das Thema Sicherheit bei Großveranstaltungen wie den Fußball in den Blick. Störenfriede sollen rechtzeitig aussortiert werden.

Die deutsche Sicherheitsbranche ist erneut gewachsen. Zwischen 2009 und 2011 legte der Umsatz um knapp 7 Prozent auf 11 Milliarden Euro zu, wie die Messe Essen am Donnerstag im Vorfeld der internationalen Sicherheitsmesse “Security Essen“ (25. bis 28.9.) in Dortmund mitteilte. Für das laufende Jahr erwarte der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einen weiteren Wachstumsschub von drei bis fünf Prozent, sagte Präsident Wolfgang Waschulkewski.

Sicherheitsdienstleister trugen mit 4,8 Milliarden Euro und 175 000 Beschäftigten den größten Teil zum Umsatz bei. Die Nummer zwei unter den Umsatzträgern waren die Hersteller elektronischer Gefahrenmeldeanlagen mit 2,7 Milliarden Euro. Sie wollen vor allem bei der 20. Auflage der Security-Messe ihre Neuerungen vorstellen. Insgesamt werden 1100 Aussteller aus 40 Ländern erwartet.

Mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen

Thema wird vor allem auch die Sicherheit bei Großveranstaltungen sein. Beim Fußball sieht die Branche in besser zertifizierten Ordnungskräften, Personenkontrollen, elektronischen Zugangssystemen und hochauflösenden Videokameras Möglichkeiten zur Verbesserung der Lage.

Die Polizei hält zudem die Aussortierung von bekannten Störenfrieden für unerlässlich. Sie rät dazu, Fans mit Stadionverbot zum Zeitpunkt des Spiels Meldeauflagen zu erteilen. “Köln und Dortmund führen solche Maßnahmen durch“, sagte Arno Langanke vom Landesamt für Polizeiliche Dienste in NRW. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier hat zudem einen Pilotversuch angestoßen, um mit Hilfe kameragestützter Gesichtserkennung ungebetene Gäste beim Einlass auszusortieren.

Langanke sieht Gewalt im Stadion nicht nur in der Bundesliga. Ärger im größeren Stil reiche bis in mittlere Ligen. Bundesweit hätten Bundes- und Landespolizei 1,7 Millionen Einsatzstunden in der ersten und zweiten Liga geleistet. In allen Stadien zusammen seien es 2,4 Millionen Stunden gewesen.

dpa

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