+
Wer ständig krank ist, fürchtet sich oft vor einer Kündigung. Zurecht? 

Krankmeldung

Ständig krank in der Erkältungszeit: Kann der Chef mir deshalb kündigen?

  • schließen

Arbeitgeber sehen es gar nicht gerne, wenn Mitarbeiter ständig wegen Grippe & Co. fehlen. Doch kann der Vorgesetzte wegen häufiger Krankheiten eine Kündigung aussprechen?

Der Kopf dröhnt, die Nase läuft und in der Magengegend ist Ihnen auch ganz flau? Dann sollten Sie sich besser krankmelden. Doch viele Arbeitnehmer gehen freiwillig in die Arbeit, weil sie nicht zu oft krank sein wollen. Sie befürchten, dass ihnen bei häufiger Krankheit die Kündigung ins Haus flattert. Doch ist diese Sorge berechtigt?

Kündigung wegen häufiger Krankheit: Ist die Angst berechtigt?

Jein. Richtig ist: Wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr dazu fähig ist, seiner Arbeit nachzukommen, kann der Arbeitgeber personenbezogen kündigen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mitarbeiter aufgrund seiner Krankheit nicht mehr arbeitsfähig ist oder seine Leistung stark sinkt. 

Die gesetzlichen Hürden für eine personenbedingte Kündigungen liegen jedoch sehr hoch, wie das Online-Portal Karriereboost schreibt: 

"So muss unter anderem auch eine negative Zukunftsprognose vorliegen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein alkoholabhängiger Arbeitnehmer bereits in der Vergangenheit keine ausreichende Arbeitsleistung erbrachte – und für die Zukunft auch keine Besserung in Sicht ist. Wenn der Mitarbeiter zu einer unzumutbaren betrieblichen oder wirtschaftlichen Belastung bzw. Störung der betrieblichen Arbeitsabläufe auch für die Zukunft wird, darf der Arbeitgeber personenbedingt kündigen."

Mitarbeiter, die mehr als sechs Wochen im Jahr krank sind, verursachen hohe Lohnfortzahlungskosten. Deshalb sind Arbeitnehmer, die häufig krank sind, für Firmen oft untragbar.

Außerdem lesenswert: Hätten Sie's gewusst? Das ist erlaubt trotz Krankschreibung.

Häufig krank - das kann der Chef tun

Sind Sie oft krank, kann Ihr Chef die Krankenkasse einschalten. Diese beauftragen den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), den Mitarbeiter zu untersuchen und seine Arbeitsunfähigkeit zu prüfen

Umfrage: Wie verhalten Sie sich, wenn Sie krank sind?

Das könnte Sie auch interessieren:

Krankschreibung: Drei Irrtümer, die leider immer noch kursieren.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Von Andrea Stettner

Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kurzarbeitergeld und Hilfen wegen Coronavirus: Das gilt für Arbeitnehmer und Selbständige
In kurzer Zeit gab es einen massiven Ansturm auf das Kurzarbeitergeld. Was für Beschäftigte jetzt wichtig ist.
Kurzarbeitergeld und Hilfen wegen Coronavirus: Das gilt für Arbeitnehmer und Selbständige
Muss ich im Homeoffice meinen privaten PC nutzen?
Ab in die Heimarbeit! In der Corona-Krise mussten Firmen zum Teil in kürzester Zeit viele Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Doch was ist, wenn längst nicht für jeden …
Muss ich im Homeoffice meinen privaten PC nutzen?
Kann ich mich in der Corona-Krise trotzdem für einen neuen Job bewerben?
Viele Menschen müssen wegen der Corona-Krise um ihren Arbeitsplatz bangen. Für Bewerber stellen sich aufgrund der aktuellen Lage viele Fragen bei der Jobsuche.
Kann ich mich in der Corona-Krise trotzdem für einen neuen Job bewerben?
In E-Mails freundlich bleiben? So funktioniert es
Forderungen aussprechen, ohne einen wichtigen Menschen vor den Kopf zu stoßen? Eine Expertin erklärt, wie man auch in E-Mails den richtigen Ton trifft.
In E-Mails freundlich bleiben? So funktioniert es

Kommentare