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Die Köpfe hinter inveox: Maria und Dominik Sievert haben das Unternehmen im Februar 2017 gegründet.

Startup-Serie: XPRENEURS

inveox will die Krebsdiagnose verbessern

Zusammen mit dem Förderprojekt XPRENEURS stellen Münchner Merkur und tz junge Unternehmen aus der Region vor.

Statistisch gesehen wird jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Grundlage für eine solche Diagnose stellt zumeist die Analyse einer aus dem Körper entnommenen Gewebeprobe dar.

Neue Diagnosemöglichkeiten und neue Therapiemethoden machen die Entnahme und Analyse einer stetig steigenden Anzahl von Gewebeproben erforderlich. Gleichzeitig ist in der Pathologie ein zunehmender Fachkräftemangel zu verzeichnen – Personalknappheit herrscht besonders oft bei Laborassistenten, weswegen Untersuchungsaufträge häufig abgelehnt oder auf andere Labore umgeleitet werden müssen. Die manuelle Bearbeitung des Eingangs einer Probe ist sehr zeitintensiv und fehleranfällig. Unregelmäßigkeiten, wie etwa Verlust, Verunreinigung oder Verwechslung treten Schätzungen von Branchenexperten zufolge in 1 bis 15 Prozent der Fälle auf. Diese führen schlimmstenfalls zu Fehldiagnosen. Digitalisierung und Automatisierung schaffen hier Erleichterung.

Eine technische Lösung für dieses Problem haben Maria und Dominik Sievert entwickelt. Das System besteht aus einem intelligenten Behälter für Gewebeproben, einem Automaten und einer hochsicheren Online-Plattform zur Datenübertragung zwischen behandelndem Arzt und Pathologie-Labor. Durch das Zusammenspiel dieser drei Komponenten lassen sich die bislang manuelle Datenerfassung, das Umpacken der Proben sowie deren eindeutige, dauerhafte Beschriftung mittels Lasertechnologie, nahtlos automatisieren. Zudem wird während des Prozesses der Gefahrenstoff Formalin ebenfalls automatisch und sicher entsorgt. Die digitale Bilderkennung im Automaten ermöglicht es, weitere, potenziell diagnoserelevante Daten, beispielsweise Anzahl, Größe und Aussehen der Proben, zu ermitteln, zu dokumentieren und direkt an das Laborinformationssystem (LIS) zu übertragen. Der zeitintensive und kritische Probeneingang wird damit effizienter und sicherer, so die Gründer.

Inzwischen beschäftigt das Unternehmen, das vom Münchner Gründerzentrum XPRENEURS und der TU München begleitet wurde, zirka 52 Vollzeit-Mitarbeiter in Festanstellung.

Laura Keßler

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