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Mehr Freiheit dank Datenbrille: Per Kopfbewegung lässt sich der Rollstuhl steuern, die Brille per App konfigurieren.

Startup-Serie: XPRENEURS

Nicken und losfahren

Zusammen mit dem Förderprojekt XPRENEURS stellen Münchner Merkur und tz junge Unternehmen aus der Region vor. Heute: Das Unternehmen munevo.

Viele Menschen weltweit sind auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen. Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Verletzungen des Rückenmarks können die Bewegungsfreiheit und die damit verbundene Selbständigkeit stark einschränken. Betroffene sind folglich häufig auf die Hilfe anderer Menschen oder auf spezielle Lenksysteme angewiesen.

Das Unternehmen munevo hat eine Technik für Rollstühle entwickelt, die es Nutzern erlaubt, ihren Rollstuhl mit Kopfbewegungen zu steuern. Dafür verwenden die Entwickler die Sensorik von Datenbrillen – auch als Smart Glasses bekannt. Die Brille sendet Steuerbefehle drahtlos via Bluetooth an einen Adapter, der wiederum mit dem Rollstuhl verbunden ist und Signale an dessen Kontrolleinheit weiterleitet. So lässt sich der Rollstuhl freihändig steuern.

Neben der wichtigsten Funktion, Rollstuhlfahren, können Nutzer mit der Brille per Bluetooth weitere Funktionen ausführen, zum Beispiel ihre Sitzposition anpassen, Fahrprofile wählen, Fotos machen, Fotos teilen und eine Notfallnachricht senden. Künftig soll zusätzlich eine Navigation speziell für Rollstuhlfahrer integriert werden. Auch Smart-Home-Systeme, Smartphones, Computer und Roboterarme sollen Nutzer mit dem System bald ansteuern können.

Das Unternehmen möchte Betroffenen einen Alltagsassistenten bieten, der zu einem selbstbestimmteren Leben verhilft.

Nach der Gründung der munevo GmbH im März 2018 wurde die Technik Ende desselben Jahres als Medizinprodukt zugelassen. Seit Januar 2019 ist munevo DRIVE auf dem deutschen Markt erhältlich, bis 2020 soll es auch auf dem europäischen und amerikanischen Markt verfügbar sein. 

Laura Keßler

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