Arbeiter im Straßenbau. Wer körperlich hart arbeitet, muss mit einer verkürzten Lebenszeit rechnen. (Symbolbild)
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Arbeiter im Straßenbau. Wer körperlich hart arbeitet, muss mit einer verkürzten Lebenszeit rechnen. (Symbolbild)

Neue Studie

Sterben Arbeiter früher als Beamte? Forscher finden wahrscheinliche Lebenserwartung heraus

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Haben Menschen in bestimmten Berufen ein kürzeres Leben? Dass an dieser Vermutung etwas dran sein könnte, scheint eine Studie zu belegen.

Laut einer bislang unveröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sollen Arbeiter/-innen* und Angestellte im Schnitt vier Jahre früher sterben als Beamte/-innen. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel.

Arbeiter: Männer leben fünf Jahre kürzer als Beamte, Frauen drei Jahre

Vor allem bei den Männern sind die Unterschiede eklatant: Laut der Studie können 65-jährige Beamte noch mit einer Lebenserwartung von weiteren 21,5 Jahren rechnen. Auf Angestellte und Selbstständige des selben Alters warten lediglich 19 Jahre vor ihrem Ableben, Arbeiter können nur noch auf 15,9 weitere Jahre Lebenszeit hoffen. Das sind mehr als fünf Jahre, die Beamte länger leben. Auch bei den Frauen sollen sich laut der Studie deutliche Unterschiede in der Lebenserwartung zeigen: Arbeiterinnen sterben drei Jahre früher als Beamtinnen.

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Neues Rentensystem angebracht?

Muss das Rentensystem also nochmal neu überdacht werden? Schließlich deutet das Ergebnis der Studie darauf hin, dass die Unterschiede in der Lebenserwartung mit der sozialen Stellung zusammen hängen. Die Ungleichheit des Lebenseinkommens wird mit den Unterschieden bei der Lebenserwartung zusätzlich verstärkt.

Das DIW hält die Möglichkeit, das Renteneintrittsalter für unterschiedliche Berufe zu definieren oder eine echte Mindestrente einzuführen laut des Spiegel-Berichts für zu kompliziert. Eine generelle Erhöhung der Regelaltersgrenze lehnt VdK-Präsidentin Verena Bentele ab: Zu wenige Menschen schaffen es ohnehin, bis zum Alter von 65 Jahren (geschwiege denn 67 Jahren) Vollzeit zu arbeiten. Sie spricht sich laut des Berichts für Nachbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente aus.

Über die Studie

Die Studie wurde im Auftrag des Sozialverbandes VdK erstellt. Die Daten dafür stammen aus der Haushaltsbefragung des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP), die mit amtlichen Sterbetafeln abgeglichen wurden. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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