Stress im Job: So bleiben Sie trotzdem gesund

Berlin - Viele Arbeitnehmer klagen über Zwicken im Rücken und Stress. Im Schnitt fiel jeder berufstätige DAK-Versicherte 2010 zweieinhalb Wochen krankheitsbedingt aus. Einige Beschwerden lassen sich mit wenig Mühe gezielt vermeiden oder mindern.

Wie lässt sich der Stress in den Griff kriegen?

Jeder Betroffene muss herausfinden, wie viel Stress er verträgt. Manche müssten auch erst lernen, die Verantwortung für sich zu übernehmen und notfalls auch mal Arbeitsaufträge abzulehnen, wie Frank Meiners von der Krankenkasse DAK erklärt.

Was kann man tun, wenn sich die Belastung nicht vermeiden lässt?

Arbeit abzulehnen ist oft leichter gesagt als getan. In vielen Fällen ist sie einfach da und lässt sich nicht fortschieben, etwa wenn Kollegen krank werden. Dann hilft es laut Meiners nur, mit dem Stress bewusst umzugehen und sich mit dem Thema Stressmanagement zu beschäftigen - die DAK und viele andere Kassen bieten entsprechende Kurse an. Denn Stress ist ein Grund für psychische Krankheiten, er kann etwa Rücken- und Bauchschmerzen sowie allerlei andere Symptome auslösen. Vielen Betroffenen geht es besser, wenn sie einen guten Freizeitausgleich schaffen, also abseits der Arbeit Dinge tun, die ihnen Spaß machen. Ob das regelmäßiges Joggen oder Theaterbesuche sind, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Rückenschmerzen sind das häufigste Problem der Arbeitnehmer.

Was kann man tun?

Die DAK rät, während der Arbeit öfter die Sitzhaltung zu wechseln und immer mal wieder aufzustehen. Das hilft, Verspannungen zu vermeiden. Relativ einfach ist es zum Beispiel, ab und an im Stehen zu telefonieren oder den Bürostuhl richtig einzustellen. Die Krankenkassen bieten Kurse in Rückengymnastik an oder fördern diese. Viele größere Unternehmen investieren ebenfalls in die Prävention, weil sie an gesunden Mitarbeitern interessiert sind.

Auf was sollte man bei der Ernährung achten?

Auch hierbei helfen einige kleine Verhaltensänderungen, um die Gesundheit zu unterstützen und das Wohlbefinden zu steigern. Laut der Nationalen Verzehrstudie essen drei von fünf Deutschen zu wenig Obst. Fleisch kommt besonders bei Männern zu oft auf den Teller. Meiners rät Arbeitnehmern, in der Kantine öfter mal zum Salat zu greifen und auf Vollwertkost zu achten.

dapd

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