+
Noch eine Vorlesung oder lieber nicht? Erstsemester sollten bei der Gestaltung des Stundenplans darauf achten, dass sie als Richtwert nicht mehr als 25 Wochenstunden einplanen. Foto: Felix Kästle/dpa-tmn

Realistische Planung

Studienanfänger dürfen sich nicht übernehmen

Der Start des Sommersemesters naht - und Erstsemester müssen nun erstmals ihren Stundenplan erstellen. Worauf kommt es dabei an? Zwei Experten geben Tipps.

Berlin/Dresden (dpa/tmn) - Der Start des Sommersemesters steht bevor - und Erstsemester gestalten das erste Mal ihren Stundenplan. "Mehr als 25 Wochenstunden sollten es an Vorlesungen, Seminaren und Tutorien nicht sein", gibt Georg Schlanzke vom Deutschen Studentenwerk einen Richtwert.

Mit Vor- und Nachbereitung kämen Studenten dann locker auf eine 40-Stunden-Woche. Alles, was darüber hinausgeht, sei unrealistisch. An vielen Hochschulen bekommen Erstsemester einen Musterstundenplan. "Wenn es sowas gibt, ist das die beste Orientierung überhaupt", ergänzt Kira Marschner, Studienberaterin an der Technischen Universität Dresden. Wie viele Wochenstunden man im ersten Semester hat, hänge ein Stück weit auch vom Fach ab. Auf eins sollten sich Erstsemester aber einstellen: "Ein Studium ist in der Regel wie ein Vollzeitjob."

Häufig sei es so, dass der Studienstart etwas chaotisch abläuft, sagt Marschner. "Neue Stadt, neues Umfeld und häufig auch eine neue Freiheit: Viele müssen erst lernen, für sich und ihr Studium Verantwortung zu übernehmen", erklärt sie. Wenn es nicht gleich auf Anhieb wie am Schnürchen läuft, sollten Erstsemester sich nicht verrückt machen. Ein Stück weit sei das normal. Wichtig sei, auf jeden Fall bei der Einführungswoche mitzumachen. Das erleichtere den Start. Dort sind häufig auch erfahrene Studenten dabei, die Tipps bei der Gestaltung des Stundenplans geben können.

Mit einem Nebenjob sind Erstsemester, wenn sie es sich irgendwie leisten können, am besten zurückhaltend, ergänzt Schlanzke. Im Idealfall wartet man erst einmal ab, wie hoch die Belastung im Studium ist - und sucht sich dann einen Nebenjob.

Und noch eins ist wichtig: Wer merkt, dass er sich viel zu viel vorgenommen hat und ins Straucheln kommt, sollte möglichst rasch mit der Fachschaft oder Studienberatung Kontakt aufnehmen, erklärt Marschner. Je früher man sich Hilfe sucht, desto einfacher ist es in der Regel, die Probleme zu beheben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darf der Chef eigentlich mein Gehalt kürzen?
Bei einem beruflichen Tief fürchten viele Mitarbeiter, dass der Chef ihr Gehalt kürzt. Doch dürfen Arbeitgeber einfach so das Gehalt reduzieren? 
Darf der Chef eigentlich mein Gehalt kürzen?
Fehler im Job: So reagieren Profis, wenn sie Mist bauen
Jedem passieren einmal Fehler im Job – selbst den richtig erfolgreichen Menschen. Doch Profis pflegen eine kluge Strategie, um am Ende wieder gut dazustehen.
Fehler im Job: So reagieren Profis, wenn sie Mist bauen
Zahlen-Rätsel: Sind Sie genial genug, um es zu knacken?
Ihr Gehirn hängt gerade auf Halbmast? Kein Problem – mit diesem kniffligen Zahlen-Rätsel kommen die grauen Zellen garantiert wieder in Schwung. 
Zahlen-Rätsel: Sind Sie genial genug, um es zu knacken?
Pflegepersonal verdient unterdurchschnittlich
Überall fehlen Pflegekräfte. Das hat sicher vielfältige Gründe. Doch schon im Gehaltsniveau zeigt sich die geringe Wertschätzung der Pflegeberufe.
Pflegepersonal verdient unterdurchschnittlich

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.