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Leiharbeit, Minijobs und Teilzeit können zu Problemen im Privatleben führen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Foto: Franziska Kraufmann

Teilzeit- und Minijobs sind schlecht fürs Privatleben

Wer weniger arbeitet hat eigentlich mehr Zeit fürs Privatleben. Doch laut einer Studie sind Menschen ohne Vollzeitjob nicht zufriedener. Oft wird eine atypische Beschäftigung bloß in Kauf genommen, weil sich keine anderen Chancen bieten.

Düsseldorf (dpa) - Minijobs, Leih-, Teilzeitarbeit und befristete Verträge können sich negativ auf das Privatleben der Beschäftigten auswirken. Das ist das Ergebnis einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Vor allem Frauen tragen dabei ein deutlich höheres Risiko für gescheiterte Partnerschaften, wie die Stiftung in Düsseldorf mitteilte. Somit müssten sie neben der häufig schlechteren Bezahlung weitere Nachteile in Kauf nehmen, fand eine Forschergruppe der Uni Münster im Auftrag der Stiftung heraus. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind in Deutschland knapp über 13 Millionen Menschen atypisch beschäftigt.

Die Forschergruppe aus Münster bezeichnet atypische Beschäftigung nicht pauschal als negativ. Während Leiharbeit und befristete Stellen meist nicht freiwillig übernommen werden, würden sich viele Frauen oft bewusst für Teilzeit- oder Minijobs entscheiden, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Allerdings würden oft strukturelle Zwänge zu diesem Schritt führen, zum Beispiel fehlende Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Der Studie zufolge sind nur 38 Prozent der Frauen mit einem unbefristeten Vollzeitjob verheiratet. Bei den Männern sind es dagegen 59 Prozent.

Mitteilung der Stiftung

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