Heinz-Peter Beckemeyer sorgt mit Halbleitern für sicherere und umweltfreundlichere Autos.
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Heinz-Peter Beckemeyer sorgt mit Halbleitern für sicherere und umweltfreundlichere Autos.

Von der Motorhaube bis zum Kofferraum: Halbleiter sind der Motor der Auto-Industrie

Der Fortschritt in der Autobranche zeigt sich vor allem in der Elektronik. Halbleiter machen Fahrzeuge sicherer und umweltfreundlicher. Schlechte Nachrichten sind das nur für das alte Fernlicht.

Heinz-Peter Beckemeyer hat den richtigen Job zur richtigen Zeit. Er entwickelt und vermarktet Halbleiter-Lösungen für Fahrzeuge, und die sind gerade schwer angesagt. Denn nirgendwo schreitet die Automobil-Branche so schnell voran wie bei der Entwicklung elektronischer Steuersysteme.

"80 bis 90 Prozent aller Innovationen haben inzwischen mit Elektronik zu tun", sagt Beckemeyer, Chef der Abteilung Automotive. Und Texas Instruments sei in der Lage, rund 80 Prozent des Halbleiter-Anteils zu fast jeglichem Design zu liefern. Mehr als 2000 Chips hat das Unternehmen im Portfolio, das im Internet beworben wird.

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Halbleiter überall in Automobilen zu finden

Zwar sitzt das Herz der Automobilbranche in Deutschland, doch Kunden hat TI weltweit. Beckemeyers Maßgabe ist es, nah am Kunden zu sein. Dazu gehört auch, selbst System-Experte zu sein. "Wir wollen dieselbe Sprache sprechen wie die Automobilhersteller und Zulieferer." Texas Instruments wird verstanden: Schon heute werden Hunderte von Chips in Autos verbaut. Tendenz steigend. "Die TI-Technik reicht von Stoßstange zu Stoßstange", sagt Beckemeyer. Das heißt: Halbleiter sind von vorne bis hinten überall im Fahrzeug zu finden – ob im Navigations- und Audiosystem oder auch im Kofferraum. "Kennen Sie 'Kick-to-open'?", fragt er. "Das ist die Lieblingsanwendung meiner Frau." Mittels Sensoren ist es möglich, die Heckklappe ohne Berührung des Autos zu öffnen. Sofern der Fahrer den Autoschlüssel bei sich trägt, reicht es, einmal mit dem Fuß unter dem Kofferraum zu schwingen. "Das ist sehr praktisch, wenn Sie zwei Einkaufstüten in Händen halten."

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Klimaschutz mit Halbleitern: Auf dem Weg zur Nullemission

Komfort ist das eine, aber die Halbleiter von TI erfüllen noch andere Zwecke. Sie helfen etwa dabei, dasKlima zu schützen. "Wir machen den Verbrennungsmotor sauberer", betont Beckemeyer. So steuern Chips die Start-Stop-Funktion moderner Autos. Das heißt: Sobald das Fahrzeug an einer Ampel hält, schaltet sich der Motor automatisch ab. Steigt man vom Gas, können Autos, die mit TI-Technik ausgestattet sind, ins ECO-System schalten. Fährt der Wagen bergab, geht es in den Segelmodus. Starter, die bisher über den Keilriemen auf Tour gebracht werden, können inzwischen elektronisch angetrieben werden, berichtet der Ingenieur. "Das sind verschiedene Schritte auf den Weg zu null Emission."

Mehr Verkehrssicherheit durch intelligentes Licht und Co.

Auch zur Verkehrssicherheit tragen die Halbleiter bei. Eine brandneue Technik ist das DLP-Licht. Die Chips bestehen aus Millionen von Spiegeln, die Farben reflektieren und absorbieren können. So funktionieren auch Head-Up-Displays: Navigationssystem, Geschwindigkeit und andere Informationen werden mit Hilfe von DLP-Licht auf die Windschutzscheibe projiziert. Der Fahrer muss den Blick somit nicht mehr von der Straße abwenden. "Künftig wird es auch möglich sein, mit den Frontlichtern Schrift auf die Straße zu projizieren, etwa Warnsignale für Fußgänger", erzählt Beckemeyer. Und DLP wird Autofahrern bei widrigen Wetterverhältnissen das Leben einfacher machen. Beispiel: Schneetreiben. "Das heutige Fernlicht, das ein dummes Fernlicht ist, hilft einem gar nichts, weil man nur eine weiße Wand sieht. Es strahlt die Flocken an. Das Licht reflektiert und irritiert den Fahrer" erklärt er. "Das DLP-Licht hingegen kann in Zukunft mit seinen tausenden Spiegeln in das freie Feld zwischen den Flocken strahlen."

Mehr Elektronik im Auto erfordert mehr Strom. Standard werden künftig zwei Batterien im Auto sein. Und auch da hat TI schon eine Lösung: einen DCDC-Converter, der einen Energieaustausch zwischen Batterien ermöglicht. Bei Beckemeyer jedenfalls sind die Akkus aufgeladen. "Ich möchte die Zukunft der Automobilsysteme weiter beschleunigen."

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