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Richtig Sparen ist so einfach - wenn man denn drauf achtet.

Zum Jahresende etwas tun

25 Tipps für mehr Bares im Geldbeutel

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München - Versicherungen, Verträge, Kredite: Zum Jahresende bietet sich immer wieder die Möglichkeit zu einem Wechsel. 25 Tipps wie Sie besser sparen können.

Das Jahresende naht – und mit ihm die Zeit der guten Vorsätze. Einer davon: Endlich weniger Geld ausgeben für unnützen Kleinkram, um mehr für die wirklich wichtigen Dinge im Leben übrig zu haben. Doch scheitert dieser Vorsatz allzu oft an der praktischen Umsetzung und an dem vermeintlichen Wust an Aufgaben, den eine solche Spar-Aktion nach sich zieht. Die tz findet, das muss nicht sein!

Deshalb wollen wir Ihnen in unserer neuen Serie zum Thema Geld sparen Tipps an die Hand geben, mit denen Sie Ihre regelmäßigen Kosten dauerhaft senken können. Eine gute Gelegenheit bietet sich bereits im kommenden Monat, wenn der Wechsel der Kfz-Versicherung zu einem günstigen Anbieter möglich ist. Das war für uns der Anlass zu fragen: Wo können wir eigentlich noch Geld sparen und unsere Finanzen aufräumen:

Tipp 1: Verträge haben keinen Ewigkeitswert

Lassen Sie Verträge nicht einfach so liegen! Das gilt für Versicherungen, für Handytarife, für Strom- und Gaslieferverträge und selbst für das stinknormale Girokonto. Denn die Bedingungen ändern sich ständig und damit nicht nur die Kosten des eigenen Vertrags, sondern auch die der Mitbewerber.

Tipp 2: Ordnung ist das halbe Leben

Das Problem beim Ausmisten der eigenen Finanzen ist die Unübersichtlichkeit. Hier eine alte Versicherung, da ein Festnetzvertrag, da ein Handyvertrag, und wie viel Strom verbrauche ich überhaupt im Jahr? Lassen Sie sich nicht abschrecken und bringen Sie Ordnung ins persönliche Finanzchaos. Wer weiß, wofür er sein Geld ausgibt, kann leichter erkennen, wo Einsparpotenziale liegen.

Tipp 3: Führen Sie ein Haushaltsbuch

Nicht nur die regelmäßigen Ausgaben sind wichtig, viel Geld rinnt Ihnen im Alltag durch die Finger. Der Kaffee to go hier, die Leberkässemmel da – gerade Kleinstbeträge summieren sich über den Monat. Mit einem Haushaltsbuch behalten Sie diese Ausgaben im Blick.

Tipp 4: Setzen Sie sich erreichbare Ziele

Selbst wenn Sie jetzt Struktur in ihre Finanzen gebracht haben, bleibt immer noch ein Haufen zu tun. Nehmen Sie sich gar nicht erst vor, alles auf einmal abzuarbeiten – das schafft Frustration. Anstatt entnervt aufzugeben sollten Sie sich lieber erreichbare Ziele nehmen. Ein Beispiel: Heute abend kümmere ich mich eine halbe Stunde lang nur um meinen Stromtarif. Wenn das erledigt ist, können Sie an einem anderen Abend mit dem nächsten Thema weitermachen.

Tipp 5: Immer wieder vergleichen

Der Vergleich verschiedener Angebote macht Sie zum mündigen Verbraucher. Meist ist es gar nicht so schwierig: Wenn Sie wissen, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist (Sie finden ihn auf Ihrer letzten Jahresabrechnung) ist es ein Kinderspiel, Ihre Kosten mit den Tarifen unzähliger anderer Anbieter zu vergleichen. Hierfür bieten sich Portale wie check24.de oder verivox.de an.

Tipp 6: Fallen im Vertrag erkennen

Entscheidend ist, dass der Tarif bei Strom oder Gas auch wirklich günstig ist. Denn teilweise ist der Wechselbonus nur ein Lockmittel – und die Kosten steigen im Folgejahr wieder. Vorsicht: Fordert der Anbieter vom Kunden Vorkasse, sollten Verbraucher besser einen anderen wählen. Bei einer Pleite ist das Geld sonst weg!

Tipp 7: Heizkosten senken

Minimaler Komfortverlust, maximale Wirkung. Viele Menschen drehen ihre Heizkörper zu stark auf. Die optimale Temperatur von Wohnräumen liegt laut der Deutschen Energie-Agentur bei 19 bis 21 Grad. Im Schlafzimmer kann es weniger sein, aber nicht unter 16 Grad. Jedes Grad weniger spare rund sechs Prozent Heizenergie ein, erklärt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online in Berlin. Das haben Stichproben bestätigt. Bei einem durchschnittlichen unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und 22 500 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr lassen sich mit einer Gasheizung 1350 Kilowattstunden und damit etwa 115 Euro pro Jahr einsparen. Bei Heizöl macht es 65 Euro aus.

Tipp 8: Richtig lüften

Viele Menschen lassen ihre Fenster dauerhaft gekippt. Ein Fehler, denn so kühlen Raum und Wände aus, teure Heizwärme geht flöten. Experten raten zum Stoßlüften – mehrfach am Tag für ein paar Minuten. co2online empfiehlt, im Oktober 12 bis 15 Minuten, im November 8 bis 10 Minuten, Dezember bis Februar 4 bis 6 Minuten zu lüften. Dabei sei eine Ersparnis von 12,5 Prozent drin. Das macht in einem unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche und Gasheizung mit einem Gesamtverbrauch von 22 500 Kilowattstunden 240 Euro pro Jahr (2812,5 Kilowattstunden). Bei einer Ölheizung sind es etwa 140 Euro.

Tipp 9: Pauschalreisen

Auch hier lohnt sich der Vergleich. Das Portal Check24 hat für die vergangene Sommersaison die Preise von 100 Urlaubshotels bei 100 Veranstaltern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Beim exakt gleichen Angebot waren Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent drin.

Tipp 10: Gut vorbereitet ins Ausland reisen

Etwas Sonne tanken im Herbst tut gut – doch seien Sie gut vorbereit. Vor Abreise sollten Sie sich bei Ihrer Bank erkundigen, ob die mit ausländischen Instituten zusammenarbeitet und Sie bei diesen günstiger oder gar kostenlos Geld abheben können. Reisen Sie häufiger ins Ausland und ihre Bank bietet keine kostenlose Geldautomatennutzung an, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Viele Direktbanken bieten Konten mit kostenloser Kreditkarte, mit der Sie weltweit kostenlos abheben können.

Tipp 11: Auf richtigen Geldautomaten setzen

Achten Sie auch in Deutschland darauf, wo Sie Ihr Geld abheben. Die meisten Banken haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen – etwa die Sparkassen mit 25 000 Automaten, die Genossenschaftsbanken mit 19 000 Automaten oder die Cash Group (mit unter anderem der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Postbank) mit 9000 Automaten. Hier heben die Kunden des jeweiligen Verbunds kostenfrei ab – woanders drohen horrende Gebühren. Denn mittlerweile gelten keine Höchstgebühren für Fremdkunden mehr.

Tipp 12: Raus aus dem Dispo

Wenn Sie regelmäßig in den Dispo rutschen, sollten Sie dringend etwas tun. Der Überziehungskredit ist zwar unkompliziert, mit durchschnittlichen Zinsen von zehn Prozent aber auch wahnsinnig teuer.

Tipp 13: Gebührenfreies Konto

Immer mehr Banken führen für das Gehaltskonto wieder Gebühren ein. Lassen Sie sich das nicht bieten und machen Sie sich auf die Suche nach einer Bank, die noch keine solchen Gebühren verlangt. Bei Direktbanken sind Sie in diesem Fall gut aufgehoben.

Tipp 14 Einkaufszettel

Seien Sie immer gut vorbereitet – das gilt vor allem beim Einkauf. Wer kennt das nicht: Man muss nur schnell eine Kleinigkeit kaufen und steht plötzlich mit viel mehr Produkten an der Kasse. Erliegen Sie nicht den Verlockungen der Verkaufsstrategen, sondern kaufen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen!

Tipp 15: Achtung Angebot!

Sale, drei für zwei, nur heute billig – häufig verleiten uns Angebote dazu, etwas zu kaufen, was wir nicht brauchen. Statt etwas zu sparen, geben wir mit Sonderangeboten oft mehr Geld aus. Auch hier heißt es: kühler Kopf statt Kaufrausch. Das bedeutet natürlich auch, dass man bei einem wirklich guten Angebot (etwa im Schlussverkauf), zuschlagen sollte.

Tipp 16: Versicherungen jährlich zahlen

Stellen Sie Ihre Zahlungsweise bei Versicherungen möglichst auf jährlich um – das ist meist günstiger als ein quartalsweise oder halbjährliche Zahlung. Legen Sie sich das Geld aber während des Jahres zur Seite – nicht dass es am Zahltag nicht mehr da ist.

Tipp 17: Nicht doppelt versichern

Gerade Paare sind oft doppeltversichert. Legen Sie einmal alle Verträge auf den Tisch und schauen Sie, wie Sie die Verträge zusammenführen und damit sparen können

Tipp 18: Nicht überversichern

Die deutsche Vollkasko-Mentalität und ein verzagtes „Man weiß ja nie“ führt dazu, dass viele deutsche Haushalte heillos überversichert sind. Eine Haftpflichtversicherung braucht jeder, eine Glasbruchversicherung oder gar eine Hochzeits-Rücktrittsversicherung ist für die meisten Menschen dagegen absolut verzichtbar..

Tipp 19: Der richtige Versicherer

Bei den Versicherungen, die Sie wirklich benötigen, sollten Sie auf den günstigsten Anbieter setzen. Bei der Haftpflicht etwa sind die Leistungen vergleichbar, die Preise gehen trotzdem deutlich auseinander.

Tipp 20: Handyvertrag

Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Anbieter und fragen nach, ob es inzwischen einen günstigeren Tarif gibt. Tatsächlich purzeln die Preise ständig (oder die Konditionen verbessern sich) – der Anbieter wird Ihnen diese Verbesserungen aber nicht ungefragt unter die Nase reiben.

Tipp 21: Festnetz-Telefon und DSL

Was für das Handy gilt, gilt erst recht für das Festnetz. Bleiben Sie mit Ihrem Anbieter in Kontakt und konfrontieren Sie Ihn ruhig mit besseren Angeboten der Konkurrenz und Ihrer möglichen Kündigung. Ein Preisvorteil oder ein Angebot, das Sie sonst nicht bekommen hätten, ist dann durchaus drin.

Tipp 22: Stecker raus!

Die meisten technischen Geräte haben eine Stand-by-Funktion. Das ist praktisch, weil das Gerät immer in Bereitschaft ist, kostet aber auch Strom. Ein Durchschnittshaushalt zahlt 115 Euro im Jahr nur für den Stand-by-Betrieb. Besser trennen Sie Fernseher und Co. vom Stromnetz, wenn Sie ihn nicht brauchen.

Tipp 23: Sagen Sie Ja zu unserem Wasser

Warum Wasserkisten schleppen, wenn das erfrischende Nass doch aus dem heimischen Wasserhahn kommt. Das deutsche Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität – und kostet nur den Bruchteil von Mineralwässern aus dem Supermarkt!

Tipp 24: Wäsche an der Luft trocknen

Wäschetrockner sind Stromfresser: 6,6 Prozent des Stromverbrauchs entfallen im Durchschnitt auf das Trocknen. Soll ein Trockner zum Einsatz kommen, arbeitet ein Gerät mit Wärmepumpentechnologie besonders umwelt- und geldbeutelschonend. Das Gerät sollte nur gut befüllt zum Einsatz kommen und die Wäsche sollte so gut wie möglich vorgetrocknet werden, sprich zuvor in der Waschmaschine mit möglichst hoher Schleuderdrehzahl entwässert worden sein.

Tipp 25: Die große Inventur

Misten Sie doch mal wieder Keller oder Speicher aus. Sie werden staunen, was Sie zu Tage fördern. Das hat zwei positive Effekte: Sie wissen wieder, was Sie alles besitzen – und laufen so nicht Gefahr, Gegenstände doppelt zu kaufen. Und Sie werden Dinge finden, die Sie nicht mehr benötigen, die für jemanden anderen aber vielleicht wertvoll sind. Die können Sie mit einer Kleinanzeige zu Geld machen.

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