+
Wer Netzwerke wie Twitter auch teilweise beruflich nutzt, muss ein Impressum erstellen und von Twitter aus darauf verlinken.

Twitter und Co.: Impressum bei beruflicher Nutzung Pflicht

Privat lässt es sich im sozialen Netzwerk entspannt posten, chatten und uploaden. Sobald aber Inhalte zirkulieren, die mit dem Beruf zu tun haben, muss der Nutzer ein Impressum erstellen.

Berlin - Verwenden Nutzer ihre Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zum Teil für berufliche Zwecke, ist ein Impressum erforderlich. "Andernfalls können Wettbewerber sie abmahnen", sagt Medienanwalt Thorsten Feldmann von der Kanzlei JBB Rechtsanwälte in Berlin.

Wer also auf einem eigentlich privaten Account Dinge veröffentlicht, die mit dem Beruf zu tun haben, handelt nicht mehr lediglich zu persönlichen oder familiären Zwecken, sondern geschäftsmäßig. Das ist etwa der Fall, wenn ein Fotograf bei Instagram oder Twitter neben privaten Inhalten auch Bilder seiner Arbeit veröffentlicht, um damit Werbung für sich zu machen.

"Bei rein geschäftlichen Accounts ist generell ein Impressum erforderlich", erklärt Feldmann. Bietet das soziale Netzwerk keinen Raum dafür, wie etwa bei Twitter, können Nutzer das Impressum verlinken. "Mit zwei Klicks müssen Besucher des Profils dann zum Impressum gelangen." Es muss außerdem auf der verlinkten Website leicht auffindbar sein. In ein Impressum gehören mindestens Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, das Handelsregister, die Handelsregisternummer, die Umsatzsteueridentifikationsnummer und gegebenenfalls die zuständige Aufsichtsbehörde. Erweiterte Impressumspflichten können sich aus berufsständischen Regelungen ergeben.

dpa/tmn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Exzessive Abwerbeversuche am Arbeitsplatz verboten
Wie häufig darf eine Konkurrenzfirma einen Mitarbeiter an seinem aktuellen Arbeitsplatz anrufen, um ihn abzuwerben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das …
Exzessive Abwerbeversuche am Arbeitsplatz verboten
Mehr Ausbildungsplätze in Berufen mit Fachkräftemangel
In Zeiten des Fachkräftemangels setzen immer mehr kleinere Betriebe darauf, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Dadurch wollen sie potenzielle Fachkräfte anlocken. Eine …
Mehr Ausbildungsplätze in Berufen mit Fachkräftemangel
Lösung: Zahlen-Rätsel für Grundschüler stellt selbst Eltern auf die Probe
Sind Sie unserem heutigen Zahlen-Rätsel auf die Schliche gekommen? Die richtige Lösung erfahren Sie hier.
Lösung: Zahlen-Rätsel für Grundschüler stellt selbst Eltern auf die Probe
Lange Nase? Daran erkennen Personaler, dass Bewerber lügen
Wir alle haben schon mal in einem Bewerbungsgespräch hinsichtlich unserer Fähigkeiten geflunkert. Warum und wie Personaler eine handfeste Lüge erkennen, erfahren Sie …
Lange Nase? Daran erkennen Personaler, dass Bewerber lügen

Kommentare