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Schutz vor dem Sturz – das wünschen sich auch Anleger. Vermögenserhalt steht bei den meisten im Vordergrund.

Unabhängige Vermögensberatung

Aktive Geldanlage: Verlustvermeidung als wichtige Maxime

Selbst schwierige Zeiten haben die Kunden der PSM Vermögensverwaltung verlustfrei überstanden. Die aktive Geldanlage jenseits von Sparbuch und Festgeld muss somit keine unüberschaubaren Risiken beinhalten.

Auch ohne Blick in die Arbeitsplatzbeschreibung dürfte klar sein, dass die Vermögensberatung nicht zu den Aufgaben Mario Draghis gehört. Dennoch mahnt inzwischen selbst Europas oberster Währungshüter deutsche Sparer zu einem veränderten Anlageverhalten. Auch in Zeiten niedriger Zinsen brächten Alternativen zum Sparbuch gute Erträge, wie er im Interview mit einer großen deutschen Tageszeitung verlauten ließ. Wie diese Alternativen aussehen könnten, sagte er allerdings nicht. Insofern ist es schon fast verwunderlich, dass Vermögensverwaltern von potenziellen Kunden auf der Suche nach guter Beratungsleistung und sinnvolleren Anlageformen nicht sprichwörtlich die Türen eingerannt werden. Gemessen an den Assets under Management ist die Branche in den letzten Jahren zwar durchaus gewachsen, noch immer liegt das von Unabhängigen Verwaltern betreute Vermögen laut Aussagen des VuV (Verband unabhängiger Vermögensverwalter) aber nur bei geschätzten drei bis fünf Prozent des gesamten liquiden Geldvermögens deutscher Privatanleger. Ralf Borgsmüller, Partner der PSM Vermögensverwaltung aus Grünwald bei München, führt diesen relativ niedrigen Wert insbesondere darauf zurück, dass der Beruf und die gute Arbeitsqualität des Finanzportfolioverwalters, wie es bankenaufsichtsrechtlich korrekt heißt, den meisten Vermögensinhabern nicht hinreichend bekannt sei. „So nehmen uns viele Anleger immer noch nicht als qualitativ hochwertige Alternative zur klassischen Bankberatung wahr.“

Vermögenssicherung im Mittelpunkt

Insgesamt fällt das Spektrum der Vermögensverwalter relativ breit aus. Dabei stehen bei der PSM insbesondere der Vermögenserhalt und die Vermögenssicherung im Mittelpunkt der Anlagestrategie, wie Borgsmüller weiter ausführt. „Zum einen kommt dies der Mentalität vieler Anleger hierzulande sehr entgegen, zum anderen liegt in der Verlustbegrenzung- beziehungsweise-vermeidung aber auch ein ganz wesentlicher Baustein für eine langfristig erfolgreiche Vermögensentwicklung. Schließlich ist es oft sehr schwer, größere Verluste wieder aufzuholen.“ Dabei ist grundsätzlich zu bedenken, dass ein Portfolio, das zehn Prozent an Wert verliert, um gut elf Prozent ansteigen muss, um auf den Ausgangswert zu kommen. Bei einem Rücksetzer um 20 Prozent ist ein Zugewinn von 25 Prozent erforderlich, und bei 50-prozentigen Verlusten bedarf es einer Verdoppelung, um den Ausgangsbetrag wieder zu erreichen. Während viele Investmentfonds seit dem Börsenhoch im Frühjahr 2015 noch immer zehn, fünfzehn oder noch mehr Prozent im Minus liegen, hat die älteste bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit ihrer defensiven Ausrichtung seitdem sogar ein leicht positives Ergebnis für ihre Kunden eingefahren. Auch vor den Krisen an den Finanzmärkten in den Jahren 2000 bis 2003, 2008 und 2011 hatte die PSM jeweils rechtzeitig vor Übertreibungen am Aktienmarkt gewarnt und durch eine rechtzeitige deutliche Reduzierung der Aktienquote in den von ihr betreuten Kundenvermögen gegen den Trend sogar Gewinne erzielt.

Interessante Rohstoffwerte

Zwar gebe es durchaus Phasen, in denen selbst konservative Anleger in größerem Umfang in Aktien investiert sein sollten, diese sieht Borgsmüller derzeit aber nicht. „Auch wenn wir aktuell immer wieder vereinzelt interessante Dividendentitel finden, so sind die meisten Aktien in Europa und vor allem in den USA überbewertet.“ Hinzu kämen die diversen geopolitischen Risiken. Deutlich interessanter erscheinen dem Finanzportfoliomanager momentan deshalb Edelmetalle, Edelmetallaktien und Öl. Hinzu kommen ausgewählte Anleihen. Bei letzteren müssten interessierte Anleger zwei Dinge allerdings unbedingt beachten: So sollten keine schlechten Bonitäten erworben werden, da das mit diesen Papieren verbundene Risiko aktuell nicht mehr entsprechend entlohnt würde. „Die Zinsdifferenz zwischen High Yields und Staatspapieren sowie Corporate Bonds guter Bonität ist derzeit einfach zu gering, um auf hochriskante Schuldverschreibungen zu setzen.“ Zum zweiten sollte die Restlaufzeit bei maximal drei Jahren liegen. Zwar herrscht aktuell eine rege Emissionstätigkeit bei langen Laufzeiten, doch wird hier das Zinsänderungsrisiko im Falle eines Zinsanstiegs von vielen Anlegern unterschätzt. So hat bei zehnjährigen Anleihen ein Zinsanstieg von nur einem Prozent Kursverluste von ca. zehn Prozent zur Folge. „Rentenpapiere, wie die jüngst von Frankreich emittierte und mehrfach überzeichnete 50-jährige Staatsanleihe, sowie eine entsprechende Schuldverschreibung des irischen Staates mit 100-jähriger Laufzeit werden die sicheren Verlustbringer der nächsten Jahre sein“, sagt Borgsmüller.

Martin Ahlers

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