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Vermögensverwaltende Fonds – StarCapital

Gegen den Strom

Bei StarCapital gilt der Grundsatz des antizyklischen Investierens. Der Fonds StarCapital Huber Strategy 1 setzt diese Philosophie des konsequent um.

Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen. Dieses alte jiddische Sprichwort könnte man auch gut Antizyklikern in den Mund legen. Denn sie gehen davon aus, dass es oft anders kommt, als es sich die große Mehrheit der Anleger denkt. Ihre Annahme: Ist der Markt euphorisch, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Crash. Überwiegen dagegen die Ängste trotz steigender Kurse, stehen die Chancen gut für eine Fortsetzung der Hausse.

"Es liegt nun mal in der Natur der Börse, dass sich Kursentwicklungen nicht sicher prognostizieren lassen. Deshalb orientieren wir uns als aktive Marktteilnehmer auch nicht an einer Benchmark, sondern wir beobachten die Entwicklung und fragen uns immer: Liegt die Mehrheit der Marktteilnehmer noch richtig? Diese gesunde Skepsis gegenüber der Mehrheitsmeinung, gepaart mit den analytischen Erkenntnissen aus der hauseigenen Kapitalmarktforschung ist unser Erfolgsrezept", sagt Holger Gachot, Vorstand beim Vermögensverwalter StarCapital aus Oberursel.

Gut beobachten lässt sich die Umsetzung des antizyklischen Gedankens an der Entwicklung des StarCapital Huber Strategy 1. Der international anlegende, vermögensverwaltende Fonds streut sein Kapital auf ein breites Anlagespektrum aus Aktien, Anleihen und Geld sowie Zertifikaten. Obwohl der Fonds langfristig eine ausgewogene Vermögensstruktur anstrebt, setzt das Fondsmanagement je nach Situation Schwerpunkte in bestimmten Bereichen, um Marktopportunitäten zu nutzen. Umgekehrt bedeutet dies auch, dass der Fonds zwischenzeitlich auch Geld parkt, um für solche Opportunitäten die nötige Liquidität zu haben

Die Freiheiten, die sich das Fondsmanagement dafür nimmt, haben den Anlegern in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt fast zwölf Prozent Rendite per annum beschert. Zum Vergleich: Reine Mischfonds schnitten in dieser Zeit laut Morningstar-Statistik jährlich zwischen zwei und sieben Prozent schlechter ab als der StarCapital Huber Strategy 1. Einzige Ausnahme: Im Jahr 2011 blieb die Performance des StarCapital hinter den meisten Mischfonds zurück.

Die Inflation als neue Chance

Die Performance der vergangenen fünf Jahre ist überzeugend, doch die StarCapital-Manager halten sich nicht lange mit dem Blick in den Rückspiegel auf. Sie haben für sich und ihre Anleger ein neues antizyklisches Thema vor Augen: "Während viele Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Zinsen langfristig niedrig bleiben und Deflation eine Gefahr darstellt, gehen wir davon aus, dass die Inflation anziehen wird und die Zinsen allmählich steigen werden", sagt Holger Gachot. Für diese Annahme gebe es eine ganze Reihe von Anzeichen. "In China steigen die Produzenten-Preise, die Konjunktur läuft weltweit besser als erwartet und die Nachfrage nach Rohstoffen zieht wieder an. Gleichzeitig haben viele Rohstoffproduzenten in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten zurückgefahren und wenig investiert. Diese Kombination sollte mittelfristig für steigende Rohstoffpreise und damit eine höhere Inflation führen", so Gachot. Rohstoffaktien werden daher wieder interessant. Im Anleihebereich agieren die StarCapital-Manager eher defensiv. Konkret bedeutet das: Der Fonds bevorzugt Kurzläufer und unter anderem inflationsgeschützte Anleihen.

Holger Gachot, Vorstand bei StarCapital

Beim Thema Aktien geht Holger Gachot davon aus, dass die Kurse in Europa und speziell in Deutschland noch ordentlich Potenzial haben. Die Entwicklung des Aktienmarktes in den USA beobachtet Gachot jedoch mit Skepsis. "Da haben sich Risiken aufgebaut." Der Trump-Euphorie dürfte bald Ernüchterung folgen, wenn der Präsident seinen Ankündigungen nicht bald konkrete Projekte folgen lässt und seine Versprechen einlöst. Aktien seien teuer, der US-Dollar dagegen dürfte in den kommenden Monaten eher schwächeln. "Wir halten derzeit etwa sieben bis acht Prozent Liquidität im Fonds. Sollten sich Gelegenheiten ergeben, können wir entsprechend agieren", sagt Holger Gachot. Wer weiß, vielleicht hat Donald Trump Gott von seinen Plänen erzählt.

Matthias von Arnim

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