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Wie weitblickende Seeleute begleiten Experten die Vermögensverwalter und die Anleger.

Vermögensverwalter-Fonds

Langjährige Expertise auch für kleines Geld

Über Vermögensverwalter-Fonds können auch Kleinanleger von den Erfahrungen und der Flexibilität renommierter Finanz- portfolioverwalter profitieren.

Geldanlage ist Vertrauenssache. Viele Anleger wünschen sich deshalb einen erfahrenen und kompetenten Berater, dem sie ihr Erspartes mit gutem Gewissen zur Anlage überlassen können. Auf professioneller Ebene kommen hierfür in erster Linie Unabhängige Vermögensverwalter in Frage. Nicht selten scheitert die direkte Zusammenarbeit allerdings an den erforderlichen Mitteln, die der Kunde zur Wertpapieranlage mitbringen sollte, damit sich die Partnerschaft für beide Seiten rechnet. Dies bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Besitzer kleinerer Barschaften auf die Expertise der Finanzprofis grundsätzlich verzichten müssen. Viele Finanzportfolioverwalter bieten ihr Wissen und ihre Strategien nämlich auch in Form sogenannter Vermögensverwalter-Fonds an, die schon mit kleinen Beträgen erworben werden können. Dabei verfügen diese Fondsmanager in der Regel über ein langjähriges Know-how, wie Ralf Borgsmüller, Partner der PSM Vermögensverwaltung, der mit 50 Jahren ältesten Vermögensverwaltung Deutschlands, sagt. „So sind die meisten Finanzportfolioverwalter oft bereits viele Jahre lang in einem ähnlichen Bereich bei einer Bank tätig, bevor sie eine Vermögensverwaltung gründen oder zu einer solchen wechseln. Wenn es um die Interessen der Kunden geht, sind sie dann deutlich geringeren Sachzwängen und Interessenkonflikten unterworfen als bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber.“

Anspruchsvolle Auswahl

Hinzu kommt die hohe Flexibilität, die ihnen die Fondsstatuten in der Regel einräumen. Während sich klassische Publikumsfonds meist an einem Vergleichsindex orientieren und damit fast immer vollständig in der vorgegebenen Anlageklasse investiert sind, ist es für Vermögensverwalter-Fonds zum Teil möglich, die Aktienquote zwischen null und 100 Prozent zu variieren. „Da wir die Börsen derzeit auf breiter Front für überbewertet halten, haben wir diese Freiheit beispielsweise dazu genutzt, die Aktienquote in unseren Fonds, wie etwa dem PSM Value Strategie (WKN A0J3UE) auf nur noch zehn Prozent zu reduzieren“, so Borgsmüller.

Nicht ganz einfach ist allerdings die Auswahl geeigneter Produkte, wie Marco Herrmann, Geschäftsführer der Fiduka Depotverwaltung, einräumt. „Ein Blick auf die Performance der Vergangenheit reicht hier sicherlich nicht aus“, so Herrmann. Vielmehr sei es bei potenziellen Kandidaten zunächst wichtig, die jeweilige Grundausrichtung sowie die aktuellen Anlageschwerpunkte zu ermitteln beziehungsweise miteinander zu vergleichen. „Auf diese Weise lässt sich ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie und mit welchem Risiko die Rendite erzielt wurde.“ Insbesondere für konservativere Anleger kann dabei der maximale Verlust, den das Sondervermögen innerhalb eines bestimmten Zeitraums hinnehmen musste, eine sinnvolle Orientierungsgröße darstellen. Da der letzte Börsenabschwung schon einige Zeit zurückliegt, sollte dabei ein Zeitraum von mindestens fünf Jahren gewählt werden.

Statt sich auf einen oder zwei Einzelfonds zu fokussieren, ist grundsätzlich auch der Rückgriff auf einen Dachfonds möglich, der sein Anlagevermögen auf ganz verschiedene Vermögensverwalter-Fonds verteilt. Das hat laut Dr. Volker Gronau von der USM Finanz AG neben der grundsätzlich schon breiteren Streuung insbesondere den Vorteil, dass mit nur einem einzigen Produkt ganz verschiedene Strategien und Ansätze abgedeckt werden können. Während der eine Vermögensverwalter stärker fundamental orientiert ist, verfolgt der andere einen rein technischen Ansatz oder er setzt auf Sondersituationen. „So investiert unser USM – Signal Vermögensverwaltungsfonds Select (WKN A14NWF) seine Mittel ganz gezielt in interessante Anlagekonzepte erfolgreicher Vermögensverwalter, die eine stetige Performance mit moderaten Schwankungen erwarten lassen. Dabei erfolgen Auswahl und Mischung der Zielfonds mittels eines quantitativen Modells, in das sowohl die Performance der Vergangenheit als auch Risikoparameter der einzelnen Sondervermögen, aber auch im Zusammenwirken mit anderen Zielfonds einfließen. Wichtigste Zielsetzungen sind der Kapitalerhalt sowie eine geringe Volatilität in der Mischung der Einzelfonds.“

Die Aufdeckung von Unterbewertungen sowie die Identifikation spezifischer Werttreiber aus verschiedenen Assetklassen hat sich dagegen die ProfitlichSchmidlin AG zum Ziel gesetzt. An dem Fondsberater sind neben den Namensgebern auch die Geschäftsführer der Büttner, Kolberg & Partner Vermögensverwalter, die Flossbach von Storch AG sowie die Vorstände der Gané AG beteiligt. Um eine möglichst kontinuierliche hohe absolute Rendite zu erzielen, verfolgt das noch relativ junge Team mit seinem Mischfonds (WKN A1W9A2) im Aktienbereich einen langfristig orientierten Value-Ansatz, wie Nicolas Schmidlin erläutert. „Im Segment der Unternehmens- und Staatsanleihen liegt der Schwerpunkt auf Sondersituationen. Diese weisen eine tendenziell geringe Zinssensitivität auf. Wichtige Punkte bei der Analyse sind unter anderem regulatorische und rechtliche Aspekten der Anleihen.“

Von Martin Ahlers

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