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Finanzprofis steuern heute Fonds systematisch und umfassend – wie Piloten ein Flugzeug.

Unabhängige Vermögensverwaltung

Mischfonds: Aktives Management unerlässlich

Angesichts ineffizienter Kapitalmärkte können Fonds mit aktiver Steuerung durchaus erfolgreich gegenhalten.

Die Skalis Asset Management AG bietet nicht nur die Expertise, sondern hat mit ihren Mischfonds auch für unterschiedliche Risikoneigungen ein passendes Angebot.

„Empirische Studien belegen, dass nicht die Auswahl der einzelnen Titel der primäre Werttreiber ist, sondern die Asset Allocation, also die Steuerung der Quoten innerhalb der einzelnen Vermögensklassen“, sagt Dr. Jens Bies. Der Mitgründer der Skalis Asset Management AG ist Prokurist und Senior Portfoliomanager für die Bereiche Internationale Renten und Devisen und hat mehr als elf Jahre Investmenterfahrung. Als Vermögensklassen definiert Skalis neben Aktien und Anleihen auch Kasse und Währungen. „Das bereits seit mehreren Jahren praktizierte Multi Asset Konzept basiert auf dem Prinzip der Core-Satellite Strategie“, erklärt Bies. „Ausgangspunkt ist die Strukturierung des strategischen Core-Portfolios. Das entscheidende Kernstück der Investmentstrategie bildet jedoch das taktische Overlay-Management als Satellite.“ Dieses Overlay-Management erfolgt über liquide, börsengehandelte derivative Instrumente und ermöglicht somit eine aktive, schnelle und effiziente Steuerung des Portfolios.

Kapitalmärkte sind nicht effizient

Gerade angesichts des allgemeinen Niedrigzinsumfelds und der sich verändernden Kapitalmarktgegebenheiten mit sehr kurzen Zyklen und immer geringeren Risikoaufschlägen spreche laut Bies vieles für die Skalis-Meinung: „Die Kapitalmärkte sind nicht effizient.“ Gerade daraus ergeben sich aber deutliche Renditepotenziale für einen aktiven Investor, wie Skalis einer ist. Denn nach wie vor sind viele Investoren stark in Rentenpapieren engagiert. Diese bieten derzeit jedoch nur noch geringe Renditechancen bei gleichzeitig deutlich steigenden Kursrisiken. Klassische Ansätze, wie „Buy-and-Hold“, werden daher laut Skalis an Bedeutung verlieren. Stattdessen rückt die Produktklasse Mischfonds immer mehr in den Fokus der Investoren. „Viele dieser Fonds werden jedoch ihrem Anspruch, der aktiven Allokationssteuerung zwischen den verschiedenen Vermögensklassen wie Aktien und Renten, nicht gerecht“, erklärt Bies. Dies setze einen hohen Spezialisierungs- und Fokussierungsgrad voraus. Ihn verwundert daher nicht, dass gute Anbieter in diesem Segment zumeist hochspezialisierte Fondsboutiquen sind. Denn bedingt durch die komplizierten Strukturen großer Konzerne gehe dort laut Bies ein wesentlicher Teil der täglichen Arbeitszeit für nicht zielrelevante Themen verloren. Zu den erfolgreichen kleinen Fondsboutiquen zählt die im Jahr 2013 von ehemaligen Portfoliomanagern des MunichRe-Konzerns gegründete Skalis Asset Management AG, eine auf Mischfondskonzepte fokussierte Investmentboutique mit Sitz in Unterschleißheim. Sie verwaltet im Publikumsfondssegment derzeit ein Volumen von rund 115 Millionen Euro. Die Summe verteilt sich auf zwei Mischfonds mit jeweils unterschiedlicher Risikoausprägung: den Skalis Evolution Flex und den Skalis Evolution Defensive. Darüber hinaus managt die Gesellschaft auch Spezialfondsmandate. So ist für viele Anleger ein passender Fonds vorhanden, der die individuelle Risikoneigung berücksichtigt.

Moderne Investmentansätze

Skalis verfügt dank seiner erfahrenen Gesellschafter und Mitarbeiter über eine fundierte Expertise in der aktiven Allokationssteuerung. Mit Hilfe moderner Investment-ansätze übernimmt das Team die komplette Steuerung aller Werttreiber des Fonds. Diszipliniert setzt es den langjährig erprobten Ansatz im Team um – und betreut auf diese Weise nachhaltig Mandate und Publikumsfonds mit nachgewiesener Prognosefähigkeit und professionellem Money- und Risikomanagement. Im Rahmen des Investmentprozesses implementiert Skalis eine systematische Positionsgrößensteuerung, das sogenannte „Money Management“, und einen auf die Anforderungen der Investmentstrategie basierenden Risikobudgetierungsansatz, das „Risiko Management“. Dabei werden die Positionsgrößen flexibel an den Ertragspfad und die jeweilige Situation an den Kapitalmärkten angepasst. Denn erst die Kombination aus strategischer Positionierung und taktischem Overlay-Management sowie das Einbetten eines effizienten Money- und Risikomanagementansatzes ermöglichen es, angemessen auf die Schnelllebigkeit der Kapitalmärkte zu reagieren.

Roboter gegen Anlagetipps

Auf mathematische Algorithmen basierte standardisierte Anlageempfehlungen boomen. Doch sie können menschliche Berater und Vermögensverwalter kaum schlagen, wie eine aktuelle Untersuchung belegt.

Die Quirin Bank hat schon seit Jahren einen. Die Commerzbank auch. Und seit ein paar Monaten ist auch die Deutsche Bank stolz auf ihren. Die Rede ist vom sogenannten Robo Advisor, dem Roboter-Berater, einem vollautomatischen Anlagemanager und Geldverwalter. Alle Robo-Berater setzen darauf, subjektive Komponenten bei der Anlageentscheidung weitestmöglich auszuschließen und den menschlichen Störfaktor (human bias) zu eliminieren. Sie vertrauen ganz auf die vollkommen rationale Analyse und objektive Entscheidung eines mathematischen Algorithmus. Ihre Computerprogramme schlagen dem Anleger nach ein paar Fragen zu Risikoneigung, Zeithorizont und Anlageziel auf Basis standardisierter Bausteine ein individuelles Anlageportfolio vor. Meist setzen sie dabei auf Indexfonds und börsengehandelte Investmentfonds (ETFs). Ihr erklärtes Ziel ist die Demokratisierung der bisher nur den vermögenden Privatkunden vorbehaltenen Kapitalanlage. Etwa 40 Start-ups tummeln sich laut Strategieberatung Oliver Wyman bereits in diesem Segment in Deutschland. Zusammen verwalten sie aktuell rund 100 Millionen Euro. Bis 2020 könnte das verwaltete Vermögen laut Schätzungen der Beratungsgesellschaft auf 30 Milliarden Euro ansteigen. Weltweit sollen es dann mehr als 440 Milliarden Euro sein. Fast im Monatsrhythmus gehen hierzulande neue Anbieter an den Start. Vaamo, Ginmon, Fintego und Easyfolio sind die bekannteren Namen außerhalb der Banken. Zu den echten Robo-basierten Vermögensverwaltern zählen sich hingegen Scalable Capital, Liqid und Whitebox ebenso wie das in Kürze an den Start gehende Investify. Trotz dieser geballten Ladung an Technologie, Algorithmen und Rechenpower kann der Anleger von den Robo-Beratern keine Wunder erwarten. Diese Illusion nimmt der von Brokervergleich.de erstmals veröffentlichte Vergleich deutscher Robo-Advisors. Für sieben Online-Vermögensverwaltungen wurde jeweils ein Portfolio mit der besten Anlagevariante beziehungsweise einem mittleren Risiko ausgewählt. Im Jahr Mai 2015 bis Ende April 2016 lag allerdings nur ein einziger Anbieter im Plus, nämlich Cashboard mit plus 0,1 Prozent. Mit einigem Abstand dahinter rangiert Quirion auf dem zweiten Platz mit -3,6 Prozent. Die anderen Portfolios schnitten mit bis zu minus 7,2 Prozent klar unterhalb der – menschlichen – Benchmark ab. „Wertpapieranlagen sind eher langfristig orientiert“, resümiert André Salzwedel von Brokervergleich. „Eine realistische Aussage zur Performance von Robo-Advisors lässt sich erst in ein paar Jahren treffen.“

So neu ist der Beratungsansatz mittels mathematischer Modelle indes nicht. Die meisten Finanzinstitute setzen bereits seit Jahren Computerprogramme ein, die ihren Beratern vorschlagen, welche Produkte diese dem Kunden anbieten sollen. Nur nannte das bislang niemand Robo-Beratung. „Banken könnten die Qualität ihrer Anlageberatung weiter verbessern, wenn sie verstärkt mit auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Algorithmen statt freihändig beraten“, sagt Gösta Jamin, Professor für Finanzwirtschaft an der Hochschule Ludwigshafen. „Computer erfassen mehr Infos und können diese schneller als Menschen verarbeiten – daher können sie per Robo-Advising sehr gute Empfehlungen geben“, ist Boris Janek überzeugt. „Die digitalen Veränderungen können das Private Banking auf eine völlig neue Stufe heben“, sagt der Spezialist für Geschäftsmodell Innovation bei der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur. Allerdings bieten die derzeitigen Anbieter noch zu wenig für die Klientel von Privatbanken und Vermögensverwaltern. Das gab auch Oliver Vins zu, Gründer und Geschäftsführer der Anlageplattform Vaamo: „Jenseits der 100 000-Euro-Marke gibt es meist zusätzliche Bedürfnisse. Da herrschen höhere Produkt-ansprüche, ein Immobilien-Exposure muss berücksichtigt werden, eine breitere Streuung wird erwartet.“ Nicht alle diese Angebote sind bei näherer Betrachtung aber die Bezeichnung „Berater“ wert. Die „Financial Times“ beschrieb unter der Schlagzeile „Preisvergleichs-Seiten maskieren sich als Berater“ die Kritik der britischen Verbraucherschutzorganisation „Financial Service Consumer Panel“. Diese hatte sich gegenüber den europäischen Aufsichtsbehörden beschwert, da viele dieser Verkaufstools ihre Empfehlungen beispielsweise aufgrund von Kostenaspekten aussprechen, aber nicht als echte Berater agieren. Die Kaufentscheidung treffen die Kunden ohne personalisierte Beratung. Die Bezeichnung „Advisor“ führe daher irre.

Weitere Infos zum Thema finden Sie unter www.brokervergleich.de

Anja Kühner

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