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Peter Scharl, Leiter Vertrieb für iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Finanzberatung

Neue Plattform für ETF-Portfoliolösungen

Angesichts des Marktumfeldes wächst die Nachfrage nach vermögensverwaltenden Portfoliolösungen.

Die Plattform iShares Connect des Vermögensverwalters BlackRock bringt Anbieter solcher Portfoliolösungen auf ETF-Basis sowie unabhängige Finanzberater und Endkunden zusammen. Darüber hinaus erhalten die Vermögensverwalter Unterstützung bei Vermarktung und Vertrieb.

Als Bausteine für Portfoliolösungen haben börsennotierte Indexfonds sich längst etabliert: Immer mehr private und institutionelle Investoren schätzen diese Produkte – auf Englisch Exchange Traded Funds oder kurz ETFs genannt – wegen ihrer Einfachheit, Transparenz, Liquidität und günstigen Kosten. Dementsprechend ist das verwaltete Vermögen am europäischen ETF-Markt in den vergangenen Jahren im Schnitt um etwa 25 Prozent auf rund 500 Milliarden Dollar gewachsen. Damit gehört dieses Segment zu den Bereichen der Finanzbranche, die sich am dynamischsten entwickeln. In den ersten Jahren beschränkte sich das Angebot weitestgehend auf Aktien-ETFs, mittlerweile gibt es Produkte auf alle wichtigen Anlageklassen und Märkte. Zunächst kamen ETFs vor allem zum Einsatz, um langfristig ausgerichtete Portfoliokerne aufzubauen. Inzwischen schätzen Anleger sie auch, um taktische Positionen schnell und effizient aufzubauen und dadurch kurzfristige Marktchancen zu nutzen oder Cash-Management zu betreiben. Und schließlich erkennen die Anleger, dass börsennotierte Indexfonds nicht nur als einzelne Bausteine sinnvoll sind: Sie fragen zunehmend auch komplette Portfoliolösungen auf ETF-Basis nach, die Vermögensverwaltungskonzepte für Anleger mit unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen bieten.

„In den USA ist das verwaltete Vermögen in ETFs als Teil solcher Portfoliolösungen seit 2008 auf etwa 120 Milliarden Dollar gestiegen“, sagt Peter Scharl, Leiter Vertrieb für iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa. „Hierzulande steht die Entwicklung hin zu Anlagelösungen mit einem starken ETF-Anteil erst am Anfang. Viele Faktoren, insbesondere das steigende Kostenbewusstsein, machen Anlagelösungen auf ETF-Basis jedoch immer attraktiver für Privatanleger und damit zu einem wichtigen Bestandteil in der Finanzberatung.“ Vor diesem Hintergrund kommen zunehmend ETF-Portfoliolösungen auf den Markt. Allerdings sind diese noch nicht immer über breite Vertriebsnetzwerke verfügbar, was den Zugang erschweren kann.

Um Anbieter solcher ETF-Portfoliolösungen und unabhängige Finanzberater beziehungsweise Endkunden zusammenzubringen, hat BlackRock die Plattform iShares Connect ins Leben gerufen. „Auf der einen Seite erhalten die teilnehmenden Produktanbieter darüber Unterstützung in Vermarktung und Vertrieb, ohne dass ihnen dadurch Kosten entstehen“, sagt Thomas Wiedenmann, der iShares Connect in Deutschland betreut. Dazu gehören gemeinsame Event- und Messeauftritte und mediale Unterstützung. „Auf der anderen Seite erhalten Finanzberater einen besseren Überblick über die angebotenen ETF-Portfoliolösungen, deren Zusammensetzung, Kosten und Performance. Damit können sie noch passgenauer auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und ihnen kostengünstige Anlagealternativen bieten.“

In den USA hat BlackRock iShares Connect bereits 2008 ins Leben gerufen, inzwischen haben sich mehr als 110 Partner dafür angemeldet. Anfang 2015 ist ein Pendant für den deutschen und Schweizer Markt gestartet, das bereits mehr als 43 Partner nutzen – darunter auch Vermögensverwalter und Privatbanken aus München: Hauck & Aufhäuser, Avana Invest, Bankhaus Herzogpark, Bayerische Vermögen, BB-Wertpapier-Verwaltungsgesellschaft, easyfolio, Freymund & Cie, MFI Asset Management, Donner & Reuschel. Eine Übersicht der ETF-basierten Portfoliolösungen gibt es im Internet unter folgendem Link www.ishares.de/iConnect.

In der Finanzberatung seien ETF-Portfoliolösungen sowohl für honorar- als auch provisionsorientierte Geschäftsmodelle interessant. Damit Vermögensverwalter an iShares Connect teilnehmen können, müssen sie Portfoliolösungen mit einem Anteil an börsengehandelten Indexprodukten von mindestens 25 Prozent anbieten. Diese Produkte müssen zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sein und eine Performance-Historie von mindestens einem Jahr aufweisen. Experten gehen davon aus, dass der europäische ETF-Markt in den kommenden fünf Jahren bis auf knapp eine Billion Dollar anwachsen könnte. Von diesem Wachstum dürfte auch das Segment der ETF-Portfoliolösungen profitieren. „Wir laden Vermögensverwalter und unabhängige Finanzberater ein, gemeinsam mit uns den deutschen Markt für Anlagelösungen auf ETF-Basis auszubauen“, sagt Wiedenmann.

Von Patrick Peters

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