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Genau hinschauen – darum geht es, wenn Vermögende den Verwaltern noch eine Kontrollinstanz hinzufügen.

Unabhängige Vermögensberatung

Vermögensausschreibung: „Wir wollen Entscheidungen erleichtern“

Rödl & Partner unterstützt vermögenden Privatpersonen bei der Wahl des passenden Vermögensverwalters – mit einer systematischen Vermögensausschreibung.

Der Markt der Unabhängigen Vermögensverwaltung ist für viele Vermögende häufig ein Buch mit sieben Siegeln. Dann verlassen sie sich beispielsweise auf Depot-Contests, bei denen jedoch einheitliche Rahmenbedingungen fehlen. Auf die eingesetzten Produkte und deren Funktionsweise werde dabei häufig nicht eingegangen, beobachtet Alexander Etterer, Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner. Wer die Spreu vom Weizen trennen möchte und mehr Wert auf die individuelle Passgenauigkeit und den persönlichen Austausch bei der Vermögenanlage legt, solle besser einen vertrauensvollen Vermögensverwalter auswählen, rät der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. „Auf Glück sollten Anleger bei der Suche nach geeigneten Vermögensverwaltern allerdings nicht hoffen. Denn wer unvorbereitet diesen Weg geht, kommt selten zu einem optimalen Ergebnis“, sagt Etterer. Er hat die Erfahrung gemacht, dass sich Vermögende in der Regel schwer tun, den wenig bekannten Markt der Unabhängigen Vermögensverwaltung in Kürze zu erschließen und die richtigen Partner für die Geldanlage auszuwählen. „Hatten sie doch bisher nur wenig oder gar noch nichts mit der professionellen Vermögensverwaltung zu tun. Wer dabei den Blindflug nicht riskieren will, investiert in einen systematischen Vermögensausschreibungsprozess.“

Den Überblick behalten

Mit seinem spezialisierten Team „Wealth, Risk & Compliance“ hat Etterer in den letzten zehn Jahren schon über 100 Vermögens-ausschreibungsverfahren begleitet. „Wir unterstützen die Vermögensinhaber bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Vermögensausschreibungen, um für unsere Mandanten den passenden Vermögensverwalter ausfindig zu machen“, erläutert Teammitglied Tobias Karow. Dieses Angebot gehört bei Rödl & Partner zum Konzept des Vermögenscontrollings, mit dem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Vermögende dabei begleitet, die Übersicht über ihr Vermögen zu erhalten und so professionell wie möglich damit umzugehen. Der Auswahlprozess setzt sich aus einem theoretischen und einem mündlichen Teil zusammen. „Dies führt zu vielen mehrwertbringenden Erkenntnissen. Die Suche nach einem geeigneten Vermögensverwalter braucht diesen Tiefgang“, merkt Etterer an. Im Vorfeld müssen natürlich die potenziellen Teilnehmer am Auswahlverfahren definiert werden. Hierbei legt Alexander Etterer besonderen Wert darauf, dass die Namen der Vermögensverwalter von den Mandanten genannt werden. Zehn bis zwölf sollten es sein.

Umfassendes Reporting

Den einen oder anderen Impuls könne dabei das „Qualitätssicherungsverfahren über die Kommunikation von Vermögensverwaltungsleistungen“ liefern, mit dem Rödl & Partner einen Beitrag für mehr Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Verständnis im Markt der Vermögensverwaltung leisten möchte. Aktuell lassen 22 Vermögensverwalter – unabhängige Häuser und Banken – über 40 Echt-Strategie-Depots von Rödl & Partner nachbuchen und werden auf diese Weise von den Wirtschaftsprüfern dauerhaft kontrolliert. Die Arbeit für Alexander Etterer und sein Team Wealth, Risk & Compliance beginnt jedoch erst nach dem Vertragsabschluss zwischen Mandant und Verwalter. Die Hauptaufgabe besteht darin, für Vermögensinhaber ein umfassendes und über alle eingesetzten Vermögensverwalter konsolidiertes Reporting zu erstellen und auf dieser Grundlage eine fortlaufende Überwachung und Kontrolle des Vermögens durchzuführen. „Wir unterstützen unsere Mandanten darin, den Gesamtüberblick über ihr Vermögen zu behalten, und gewährleisten, dass die eingesetzten Vermögensverwalter die Anlagerichtlinien einhalten, das Rendite-Risiko-Profil wahren und dass Performance und Strategie dauerhaft zum Ziel des Vermögensinhabers passen. Und dieses lautet meistens: realer Kapitalerhalt plus X“, berichtet Alexander Etterer. Dabei sehen sich Alexander Etterer, Tobias Karow und ihr Team natürlich nicht als Gegner der Asset Manager, sondern als Kontrollinstanz. „Wenn Fragen und Probleme auftreten, diskutieren wir diese mit den Vermögensverwaltern im Sinne unserer Mandanten. Das kann auch schon einmal zu kritischen Diskussionen führen, aber wir sind grundsätzlich dem Vermögen unserer Mandanten verpflichtet“, sagt Alexander Etterer.

Patrick Peters

Bei Strafzinsen würden viele Anleger die Bank wechseln

Deutschen Anlegern ist die Sicherheit ihres Vermögens ganz wichtig. Sie verzichten lieber auf hohe Renditen. Explizite Negativzinsen würden sie aber nicht akzeptieren. So lassen sich zwei aktuelle Anlegerstudien zusammenfassen. Die Gesellschaft Gothaer Asset Management AG (GoAM) hatte im Januar von der Marktforschungsgesellschaft Forsa Politik- und Sozialforschung Privatinvestoren befragen lassen. Danach ist die Sicherheit für 54 Prozent der Bundesbürger das entscheidende Kriterium bei der Geldanlage. Im Vorjahr waren es nur 43 Prozent – deutlich weniger als aktuell.

Flexibilität wünschen sich heute noch 31 Prozent, eine hohe Rendite ist nur für acht Prozent wichtig. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl der Anlageformen wider: 48 Prozent der Befragten lassen sich auch von niedrigen Zinsen nicht abschrecken und setzen auf das Sparbuch. Bausparverträge und Lebensversicherungen erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Das Interesse an Lebensversicherungen hat sogar noch zugenommen, 34 Prozent der Deutschen setzen auf eine Kapital-Lebensversicherung, im Vorjahr waren es 30 Prozent. Zugenommen hat auch das Interesse an Immobilien. 30 Prozent der Befragten nutzen diese Anlageform, im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Christof Kessler, Vorstandssprecher der GoAM, erklärt dazu: „Die Deutschen sind offensichtlich durch die anhaltende Krise verunsichert und streben nach Sicherheit. Dabei nehmen sie geringe Renditen oder inflationsbereinigt sogar negative Zinsen billigend in Kauf.“ Explizit würden sie diese aber nicht akzeptieren, wie eine weitere Studie zeigt. Die Konsumforschungsgesellschaft GfK hatte für die Kölner Vermögensverwaltung Flossbach von Storch Anleger danach befragen lassen. Danach würden 44 Prozent die Bank wechseln, 27,5 Prozent würden Bargeld abheben, und 21,5 Prozent würden über Alternativen nachdenken. Nur 7,3 Prozent der Befragten würden bei negativen Einlagezinsen ihr Spar- und Anlageverhalten beibehalten.

RPS

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