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Bis zu 10.000 Euro Extra-Gehalt: Variable Vergütung lohnt sich für immer mehr Arbeitnehmer

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Von: Andrea Stettner

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Geldscheine in der Hosentasche. Extra-Gehalt gefällig? Eine variable Vergütung spült ordentlich Geld in die Kasse.
Extra-Gehalt gefällig? Eine variable Vergütung spült ordentlich Geld in die Kasse. © Robert Michael/dpa

Nicht nur Führungskräfte profitieren von variablen Vergütungsmodellen. Immer mehr Fachkräfte und sogar Berufseinsteiger verhandeln ein Extra-Gehalt.

Wer Zeit und Mühe in seine Arbeit steckt und stets Top-Leistung bringt, der will auch am Ende dafür belohnt werden. Während übliche monatliche Gehaltszahlungen die Leistung von Mitarbeitern kaum berücksichtigen, sieht das bei einem variablen Vergütungsmodell anders aus: Vereinbarte Sonderzahlungen honorieren hier den individuellen Erfolg von Mitarbeitern und beteiligen sie an einem guten Firmenergebnis.

Variables Gehalt abhängig von Geschlecht, Branche oder Unternehmensgröße

Laut einer aktuellen Studie von Gehalt.de und Statista erhalten in Deutschland bereits rund 16 Prozent aller Beschäftigten einen Bonus. Tendenz steigend. Und dazu gehören nicht nur Führungskräfte, wie viele vielleicht irrtümlich annehmen. Auch Fachkräfte und sogar Berufseinsteiger profitieren in vielen Unternehmen vom Extra-Gehalt. Und das kann sich sehen lassen, wie Zahlen der Studie belegen.

Die Unterschiede bei der variablen Vergütung sind jedoch gewaltig, traurigerweise vor allem beim Geschlecht: Während Männer ein jährliches variables Gehalt in Höhe von durchschnittlich 8.761 Euro kassieren, können Frauen mit einer wesentlich geringeren Bonuszahlung von 3.785 Euro rechnen.

Aber auch Regionen, Branchen, Unternehmensgröße und Hierarchielevel spielen bei der Höhe der Bonuszahlungen eine entscheidende Rolle. In den Branchen Telekommunikation, Finanzdienstleistung, Banken, Unternehmensberatung & Halbleiter liegt der Anteil der Beschäftigten, die variable Vergütungen erhalten, zwischen 30 und 40 Prozent. Deutlich seltener gibt es Bonuszahlungen im Handwerk, in sozialen Einrichtungen sowie im Lebensmitteleinzelhandel. 

Deutlich wird der Unterschied bei der Höhe der variablen Vergütung, wenn man die Unternehmensgröße betrachtet:

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Variable Vergütung: Wie sieht sie aus?

Bei Gehaltsverhandlungen kann eine variable Vergütung ein guter Kompromiss sein: Wenn keine Gehaltserhöhung drin ist, kann stattdessen eine Bonusvereinbarung getroffen werden. Der prozentuale Anteil des gewinn- oder leistungsabhängigen Bonus kann in der Regel mit dem Arbeitgeber individuell aushandelt werden. Laut des Personaldienstleisters Robert Half sind variable Vergütungsanteile zwischen 5 und 20 Prozent üblich – dies variiert jedoch je nach Branche und Hierarchieebene.

Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern in der Regel einen Bonus, der sich aus individueller Leistung und Firmenergebnissen zusammensetzt. Mögliche Ziele können sehr unterschiedlich sein, oft richten sie sich nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Im Arbeitsvertrag oder in der Zielvereinbarung sollten laut Experten auf jeden Fall konkrete, messbare Ergebnisse festgelegt werden, bei denen eine Bonuszahlung erfolgt. (as)

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