Beim Bewerbungsgespräch punkten - keine leichte Übung.
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Beim Bewerbungsgespräch punkten - keine leichte Übung.

Karriere-Tipps

So viel Augenkontakt ist im Bewerbungsgespräch angebracht

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Im Bewerbungsgespräch spielt die Körpersprache eine große Rolle. Diese Tipps verraten, wie Sie sinnvoll den Augenkontakt zu Ihrem Gesprächspartner halten.

  • Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie auf die Körpersprache achten.
  • Der Blickkontakt ist wichtig.
  • Experten geben Tipps, was im Bewerbungsgespräch angebracht ist.

Im Bewerbungsgespräch nicht auf den Boden schauen

Im Vorstellungsgesprächkommt es nicht nur auf die Inhalte an - auch die Körpersprache hat mehr Einfluss auf unser Gegenüber, als wir vielleicht zunächst annehmen. Treffen sich die Augen zu oft, könnte dies eine unangenehme Stimmung erzeugen. Blickt jemand hingegen zu oft auf den Boden, könnte dies Desinteresse oder falsche Schüchternheit vermitteln.

Fest steht: Blickkontakt spielt bei der nonverbalen Kommunikation im Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel das Karriereportal Trainee.de  betont. "Wenn du im Gespräch den Blickkontakt immer wieder suchst und für eine Weile aufrecht hältst, signalisiert dies deinem Gesprächspartner, dass du interessiert und offen bist und ihm oder ihr auf jeden Fall zuhörst", so der Tipp. Jeder sollte darauf achten, "dass du deine Augen nicht nach unten hin festsetzt, denn so wird dein Gegenüber aus deiner Körpersprache im Bewerbungsgespräch schließen, dass du verunsichert bist".

Erfahren Sie hier mehr:  Bewerbungsgespräch - Typische Fragen, Tipps und No-Gos

3,3, Sekunden den Augenkontakt halten

Wie lange soll man sein Gegenüber anschauen? "Es ist beim Blickkontakt wie mit allen Dingen: Die Dosis macht das Gift", beschreiben es die Experten auf karrierebibel.de und berichten von einem Experiment mit mehr als 400 Probanten, bei dem Alan Johnston vom University College London der optimalen Augenkontakt-Dauer auf die Spur kommen wollte. Das Ergebnis: Nach im Schnitt 3,2 Sekunden Dauerblickkontakt stellte sich bei den Probanten Unbehagen ein. Wer ihnen länger in die Augen sah, wurde tendenziell sogar als eher bedrohlich eingestuft - mit jeder weiteren Sekunde seien die Sympathiewerte entsprechend gesunken.

Ein ähnliches Ergebnis ergab demnach eine britische Studie um Nicola Binetti - an dem Experiment nahmen 500 Besucher eines Londoner Museums teil (aus 56 verschiedenen Nationen und im Alter von 11 bis 79 Jahren). Auch hier kam heraus, dass der Blickkontakt nicht länger als 3,3 Sekunden dauern soll, berichtet karrierebibel.de. Bis dahin empfanden es die Personen als angenehm. Und auch Forscher der Uni Freiburg hätten herausgefunden, dass ein allzu intensiver Blickkontakt eher psychologischen Widerstand auslöst. Das Fazit der Experten lautet also: Kein Blickkontakt am Stück von länger als 3,3 Sekunden.

Video: Fünf Standardfragen im Bewerbungsgespräch

Tipps fürs Bewerbungsgespräch

Klar wird man deshalb nicht im Vorstellungsgespräch die Sekunden zählen. Auf karrierebibel.de geben die Experten aber ein paar Hilfen.

  • Wer redet, blinzelt häufiger als einer, der schweigt. Ist das umgekehrt, kann man davon ausgehen, dass sich der Zuhörer langweilt.
  • Häufiges Augenklimpern sei in Wahrheit eine Unterwürfigkeitsgeste.
  • Der starre, intensive Blick dagegen werde als Zeichen von Stärke und Charisma gewertet.
  • Sein Gegenüber visuell zu fixieren, könne allerdings auch einschüchtern. Der prüfende Blick verunsichere.

Fazit: Aufmerksamkeit ist im Bewerbungsgespräch wichtig. Man sollte es aber nicht mit dem Blickkontakt übertreiben. Dass man jemanden anstarrt, ist ein No-Go.

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

ahu

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