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An vielen Arbeitsplätzen ist ein Gehörschutz vorgeschrieben. Dieser sollte jedoch individuell an das Ohr angepasst sein. In der Freizeit sollten Beschäftigte dem Hörorgan Ruhe gönnen. Foto: Jens Büttner

Viel Lärm am Arbeitsplatz: Ohren in der Freizeit Ruhe gönnen

Dortmund (dpa/tmn) - Ob auf dem Bau, in Fertigungsanlagen oder in der Schreinerwerkstatt - an vielen Arbeitsplätzen sind die Beschäftigten einem enormen Lärmpegel ausgesetzt. Sie sollten die Ohren nach Feierabend schonen.

Wer in einer lauten Umgebung arbeitet, sollte den Ohren in der Freizeit etwas Ruhe und Erholung gönnen. Darauf weist Patrick Kurtz von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) hin. Das Gehör brauche Zeit, um sich zu regenerieren. Nach einem langen Arbeitstag etwa auf einer Baustelle sollten Beschäftigte auf dem Nachhauseweg nicht noch laute Musik im Auto hören.

Sind Arbeitnehmer auf Dauer einem Lärm von über 85 dBA ausgesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auf Dauer eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln. Die Abkürzung dBA bezeichnet den wahrgenommenen Schalldruckpegel und gibt Auskunft darüber, wie laut ein Geräusch im Ohr ankommt.

In einer so lauten Umgebung sollten Mitarbeiter darauf achten, dass sie ihren Gehörschutz regelmäßig tragen. Oft sind sie dabei sehr nachlässig, erklärt Kurtz. Das Tückische sei, dass Mitarbeiter lange denken, dass sie kein Problem haben - bis sie schwerhörig sind und der Schaden irreparabel ist. Wichtig ist außerdem, nicht irgendeinen Gehörschutz zu nehmen, sondern ein individuell an das Ohr angepasstes Modell.

Ein erstes Anzeichen für Lärmschwerhörigkeit sei der sogenannte Cocktail-Party-Effekt, erläutert Kurtz. Gemeint ist damit, dass Mitarbeiter in einem Raum voller Menschen ihren Gesprächspartner nicht oder kaum verstehen, weil sie die Stimme des Gegenübers nicht aus dem Stimmengewirr heraushören können.

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