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Vorstellungsgespräch: Auf diese Fragen sollten sie vorbereitet sein!

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Bei einem Vorstellungsgespräch werden Ihnen viele Fragen gestellt. Welche dies sein können und wie Sie sich darauf am besten vorbereiten, erfahren Sie hier.

Jeder kennt die Situation: Der neue Job ist zum Greifen nah. Was fehlt, ist das Vorstellungsgespräch. Um hier zu überzeugen, sollten sich Bewerber gut vorbereiten, denn Arbeitgeber stellen gezielt Fragen, die es geschickt und ehrlich zugleich zu beantworten gilt. Aber Vorsicht: Einige Fragen entpuppen sich als Test, um den Bewerber bei bestimmten Soft Skills besser einschätzen zu können. Auf welche Fragen Sie sich beim Vorstellungsgespräch unbedingt vorbereiten sollten, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Welche Fragen sind erlaubt?

Arbeitgeber dürfen bei einem Vorstellungsgespräch Fragen stellen, die fachlich zum Thema passend sind. Dazu gehören auch Fragen zur Eignungsfeststellung, zur Gehaltsvorstellung und zur Flexibilität des Bewerbers. Allerdings gibt es auch Fragen, die der Arbeitgeber nicht stellen darf. Dazu gehören beispielsweise Fragen zur Religion, zum Kinderwunsch und zur sexuellen Neigung.

Experten-Tipp: Was der Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch darüber hinaus allerdings nicht fragen darf, erfahren Sie in dem Ratgeber bei "Fachanwalt.de".

Die zehn typischen Standardfragen eines Arbeitgebers

Nachfolgend stellen wir Ihnen die zehn typischen Fragen eines Arbeitgebers vor. Es handelt sich dabei um Standardfragen, die in der Wortwahl lediglich abgewandelt werden, der Sinn aber gleich bleibt.

  1. Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  2. Können Sie uns etwas über sich erzählen?
  3. Was denken Sie ist Ihr Aufgabengebiet?
  4. Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
  5. Welches Gehalt haben Sie sich vorgestellt?
  6. Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?
  7. Warum möchten Sie Ihren Job wechseln?
  8. Was sind Ihre Stärken?
  9. Welche ist Ihre größte Schwäche?
  10. Wären Sie bereit, auch einmal Überstunden zu machen?

Was Sie über sich erzählen sollen

Hier möchte der Arbeitgeber herausfinden, welche Qualifikationen Sie bereits besitzen, welche Erfahrungen Sie gesammelt haben und ob Sie fachlich gesehen zum Team passen. Hier geht es nicht darum, ob Sie schon einmal wandern waren oder für was Sie sich begeistern. Hier geht es ausschließlich um Ihre Fähigkeiten.

Warum haben Sie sich bei uns beworben?

Diese Frage ist der Klassiker im Fragenkatalog des Arbeitgebers. Hier ist vorheriges Recherchieren unumgänglich. Je mehr Sie sich über das Unternehmen informieren, desto besser für Sie. Was hat Sie überzeugt, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben? Aufstiegsmöglichkeiten? Weiterbildungen? Antworten Sie ehrlich, auf Ihre Ziele basierend, aber halten Sie keine Ode über das Unternehmen.

Wie sieht Ihre Gehaltsvorstellung aus?

Hier sind eine gute Recherche und auch eine gute Selbsteinschätzung gefragt. Wer zu hoch pokert, der könnte für den Arbeitgeber zu teuer sein. Wer seine Gehaltsvorstellung zu niedrig ansetzt, könnte Gefahr laufen, sich unter Wert zu verkaufen. Hier hilft ein Blick in den Lohnspiegel der Branche und des Bundeslandes, in dem die Arbeitsstelle angetreten werden soll.

Video: Vorstellungsgespräch: Diese sieben Sprüche sollten Sie sich verkneifen

Weshalb möchten Sie den Job wechseln?

Auch wenn Sie Ihren alten Job wegen Ihres unausstehlichen Chefs gewechselt haben, sollten Sie dies dem neuen Arbeitgeber nicht erzählen. Stattdessen überlegen Sie, wie Sie das neue Unternehmen mit seinen positiven Aspekten mit einbinden könnten. Beispiel: "In Ihrem Unternehmen sehe ich für mich bessere Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten."

Wie sieht Ihre Freizeit aus?

Viele Arbeitgeber möchten mit dieser Frage beim Vorstellungsgespräch keinen Small Talk führen, sondern vielmehr Ihren Charakter ergründen. Spielen Sie in einer Mannschaft? So könnten Sie sich besser in ein Team einfügen. Lesen Sie viel? So stellen Weiterbildungen wahrscheinlich kein Problem für Sie dar. Leiten Sie ein Team? Dann könnten Sie Führungsqualitäten haben. Was Sie nicht antworten sollten: Party machen. Diese Antwort ist von den meisten Arbeitgebern nicht gern gesehen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Häufig wird bei Vorstellungsgesprächen auch die Frage gestellt, wo sich der Bewerber in fünf oder zehn Jahren sieht. Hier möchte der Arbeitgeber herausfinden, ob sich die Zukunftsvorstellungen des Arbeitnehmers mit denen des Unternehmens decken. Nennen Sie hier am besten ein bestimmtes Ziel, was Sie erreichen möchten. Beispiel: In zehn Jahren möchte ich durch Weiterbildungen die Position XY erreicht haben.

Welche Schwächen haben Sie?

Diese Frage ruft häufig Unbehagen beim Bewerber hervor. Hier geht es jedoch darum, eine kleine ehrliche Schwäche geschickt zu einem positiven Ergebnis für das Unternehmen zu drehen. Extreme Schwächen, wie Unpünktlichkeit und Lustlosigkeit, sollten vermieden werden. Beispiel: Ich arbeite sehr akkurat. Deshalb beende ich meine Arbeiten auch immer erst auf den letzten Punkt.

Fazit: Auch Gegenfragen sind erlaubt

Je besser Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, desto mehr können Sie Ihren künftigen Arbeitgeber auch beeindrucken. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, Fragen optimal zu beantworten, sondern auch darauf, wie sehr Sie am Unternehmen interessiert sind. Stellen Sie Ihrem Arbeitgeber gezielte, zum Thema passende Gegenfragen. Sie vermitteln somit Neugier, Interesse und Engagement. Zudem erfahren Sie auch, ob der Job wirklich Ihr Traumjob ist.

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