Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.
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Überlegen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch ein paar Fragen, die Sie stellen möchten.

Trick für Bewerber

Aufgepasst: Warum Bewerber im Vorstellungsgespräch unbedingt nach dem Vorgänger fragen sollten

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Ein Vorstellungsgespräch sollte auf keinen Fall einseitig sein. Wenn Sie als Bewerber die richtigen Fragen stellen, sind Sie laut Personalern eindeutig im Vorteil.

Beim Vorstellungsgespräch* kommt es nicht nur darauf an, dass Sie sich vorher gut mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und sich bestens über die Fima informiert haben, bei der Sie sich bewerben sollen. Gut vorbereitet sein sollten Sie zudem auf mögliche Fragen zu Ihrem Lebenslauf, zu Ihren Qualifikationen und Erfahrungen im Beruf – und warum gerade Sie sich für den neuen Job eignen. Doch denken Sie als Bewerber unbedingt auch in die andere Richtung: Mit ziemlicher Sicherheit wird der Personaler oder ihre künftige Chefin Sie im Vorstellungsgespräch fragen, ob und welche Fragen Sie denn eigentlich noch haben. Jetzt sollten Sie nicht kneifen, sondern liefern.

Wichtig beim Vorstellungsgespräch: Bewerber sollten Fragen stellen

Warum Fragen seitens des Bewerbers im Vorstellungsgespräch so wichtig sind? Personaler haben darauf eine klare Antwort: Fragen zeigen, dass sich der Bewerber mit dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle schon im Vorfeld auseinandergesetzt hat. Durch gezielte Fragen haben Bewerber zudem die Chance, ihr Wissen zu erweitern und sich ein Bild davon zu machen, wie der neue Job konkret aussehen könnte.

Lesen Sie zudem: Job-Studie - so dreist lügen die Deutschen am Arbeitsplatz

Kluge Fragen im Bewerbungsgespräch, die Sie laut Experten unbedingt stellen sollten:

Klar spielt auch die Psychologie eine Rolle. „Aus der Sicht eines Personalverantwortlichen wirkt es negativer, wenn ihr nichts sagt“, zitiert der Business Insider Atta Tarki, Gründer und Chef der Personalberatung ECA Partners. „Aber ihr könnt nicht irgendeine willkürliche Frage stellen. Es sind immer die mutigen – und oftmals unangenehmen – Fragen, die mich am meisten beeindrucken.“

Eine der Fragen, die der Experte dem Bericht zufolge gerne öfter hören würde, sei: „Können Sie mir Beispiele von Leuten geben, die vorher diese Rolle besetzt haben und die eine schlechte Wahl waren? Und warum?“ Die Antwort auf diese Frage nach den Vorgängern könne sehr aufschlussreich sein, heißt es zur Erklärung auf Businessinsider.de. Wenn der Personaler jemanden beschreiben sollte, der stark nach einem selbst oder der eigenen Arbeitsweise klinge, sollte man unbedingt nochmal darüber nachdenken, ob man die richtige Person für diesen Job sei. Spreche der Personaler wiederum schlecht über einen ehemaligen Mitarbeiter, ohne spezifische Gründe zu nennen, könnte das ein Anzeichen für einen schlechten Chef sein.

„Wenn Sie von Seiten der Interviewer und Personaler das Angebot bekommen, eigene Fragen zu stellen, dann sollten Sie das auch tun. Immer!“, raten die Experten von Karrierbibel.de in jedem Fall. Es sei eine großartige Chance, mehr über den Arbeitgeber zu erfahren. „Und mit klugen Fragen können Sie zudem zusätzliche Pluspunkte sammeln.“ Wenn man also Rückfragen stelle, sollten die Fragen den Experten zufolge in diese Richtung gehen:

  • Was ist (aus Ihrer Sicht) die größte Herausforderung auf dieser Position?
  • Wie werden meine Leistungen gemessen?
  • Warum ist diese Stelle frei?
  • Was lieben Sie selbst an Ihrer Arbeit und dem Unternehmen?
  • Was sind die wichtigsten Wachstumsfelder des Unternehmens?

Solche Fragen würden nicht nur von echtem Interesse zeugen, so das Fazit der Karrierexperten, sondern auch beweisen, dass sich Bewerber intensive Gedanken über den Job gemacht hätten und perfekt vorbereitet seien. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Zum Weiterlesen: Mit diesen zwölf Fragen beeindrucken Sie jeden Personaler

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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