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Reisen, wandern, Neues entdecken: Frührente klingt für viele verlockend.

Traum vom Rentnerleben

Warum Frührente doch nicht so glücklich macht, wie viele es erwarten

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Die meisten träumen davon, vorzeitig in Rente zu gehen, um den Lebensabend so richtig zu genießen. Doch viele Frührentner erleben diese Zeit weniger glückselig.

Lars Hattwig war 44 Jahre, als er in Rente ging. Der ehemalige Meteorologe stieg vor drei Jahren aus seinem Job aus. Die Arbeit hinter sich zu lassen und vorzeitig in Rente gehen, davon träumen genau wie Hattwig viele Deutsche. Schließlich kann man so noch sein Leben genießen, bevor die gesundheitlichen Probleme im Alter beginnen.

Frührente: Viele Privatiers fallen in ein Loch

Doch endlich in Frührente, holt viele die Realität ein - und die ist weniger glücklich, als sie es sich vorher erträumt haben. Das bestätigt auch Vermögensberater Michael Huber vom VZ Vermögenszentrum gegenüber der Wirtschaftswoche: "Die meisten Menschen überschätzen das Glück, das man dadurch erreicht, nicht mehr arbeiten zu müssen". Selbst wer ausreichend vorgesorgt hat und seine Frührente ohne Geldsorgen genießen könnte, ist davor nicht gefeit.

Und das hat Gründe: Nach den ersten, unbeschwerten Wochen, würden viele Privatiers in ein Loch fallen, wenn der übliche Tagesrhythmus auf einmal weg fällt, so Huber : "Ich vergleiche Frührentner gerne mit Auswanderern: Die meisten kommen enttäuscht zurück, weil sie im Ausland merken, dass nicht der Ort das Problem ist, sondern Sie selbst." Sprich: Wer schon vorher mit seinem Leben unzufrieden war, der wird nicht glücklich werden, nur weil er nicht mehr arbeitet. 

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Hinzukommt, dass auch andere Menschen oft negativ auf Frührentner reagieren, wie es auch Hattwig erlebt hat. Der Wirtschaftswoche schildert er, wie er sein soziales Umfeld damals erlebt hat: Die einen seien neidisch geworden, mit anderen - etwa ehemaligen Kollegen - hätten plötzlich die Gesprächsthemen gefehlt. Schließlich ändert sich ja der gesamte Alltag. 

So werden Frührentner glücklich

Doch der ehemalige Wetter-Experte behalf sich schließlich selbst: Er schrieb einen Finanzblog, baute sein Wissen aus und behielt Metereologie weiterhin als Hobby. Man muss sich also nur zu beschäftigen wissen - dann klappt's auch mit einem glücklichen Start in die Frührente.

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Von Andrea Stettner

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