Die Angst vorm Chef lässt viele wieder zum Kind werden.
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Die Angst vorm Chef lässt viele wieder zum Kind werden.

Angst vorm Chef

Darum benehmen sich viele Mitarbeiter wie Kinder

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Angst und Unsicherheit sind schlechte Voraussetzungen, um im Job zu brillieren - vor allem gegenüber dem Chef. Viele riskieren damit ihre Gesundheit.

Karriere-Coach Anja Faras schult viele Arbeitnehmer, wie sie sich im Job richtig verhalte. Dabei erlebt sie immer wieder, wie gestandene Mitarbeiter in ihrer Firma zu ängstlichen, unsicheren Wesen mutieren. Ihrem Vorgesetzten gegenüber fallen sie in eine regelrechte Eltern-Kind-Rolle zurück. Doch warum ist das so?

Angst lässt viele Mitarbeiter in die Eltern-Kind-Rolle rutschen

"Der Glaubenssatz, ‘mein Chef kann alles mit mir machen’, hat sich bei vielen Menschen eingraviert", berichtet die Beraterin beim Online-Portal Businessinsider. Aus Angst, Fehler zu machen und gefeuert zu werden, trauen sich viele nicht ihre Meinung zu sagen, lassen sich sogar vom Chef beschimpfen - und nehmen das unterwürfig hin. Dabei beruhe laut Faras diese Angst lediglich auf Katastrophendenken und entbehre jeder rationalen Grundlage.

Hinzu kommt: Viele Vorgesetze geben Ihren Angestellten widersprüchliche Anweisungen und machen sie klein, indem sie ihnen keinen Spielraum für eigene Entscheidungen lassen. So zwingen die Führungskräfte ihre Untergebenen eine Kinderrolle auf. Faras bezeichnet dies sogar als Form des Mobbings.

Viele sind sich Ihrer Rolle nicht bewusst

Die Folgen für Gesundheit und ihren Job sind gravierend: Vom Leistungsabfall bis hin zum Burn-Out sei laut der Expertin alles möglich. Allerdings seien sich viele Mitarbeiter ihrer Position nicht bewusst - sie spüren nur eine allgemeine Unzufriedenheit. 

Dem Chef auf Augenhöhe begegnen

Um aus dieser Spirale der Angst herauszukommen hilft nur eins: Die betroffenen Mitarbeiter müssen wieder in die Erwachsenenposition zurückkehren und ihrem Chef auf Augenhöhe begnen. "Einfach mal nein sagen", weiß der Karriere-Coach. Das ist leichter gesagt, als getan - deswegen trainiert sie mit ihren Klienten, diese Themen anzusprechen. 

Ihr wichtigster Tipp: Statt beim Chef um ein Gespräch zu bitten ("dadurch macht man sich schon wieder selbst klein"), fragen Sie, ob er eine halbe Stunde Zeit hat. Schildern Sie ihm Ihre eigene Wahrnehmung ("Tasachen - keine Unterstellungen") und sagen Sie ihm offen, was Sie sich für die Zukunft wünschen. So stellen Sie das Gleichgewicht wieder her.

Welche Fehler Sie im Bewerbungsgespräch vermeiden sollten, lesen Sie hier.

Von Andrea Stettner

Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

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