Was Arbeitnehmer im Kündigungsgespräch berücksichtigen sollten
Die Arbeit entspricht nicht mehr den persönlichen Zielen? Eine Kündigung ist dann unvermeidlich – was Sie im finalen Dialog beachten sollten.
Ihren Job haben sich Arbeitnehmer einst wohlweislich selbst ausgesucht, einige Menschen stecken viel Herzblut in die Erfüllung des Aufgabenbereichs. Dennoch kann sich das Leben hin und wieder in eine andere Richtung entwickeln, sodass die Arbeitsumstände nicht mehr zu dem passen, was man eigentlich möchte. Passt Ihr Job nicht mehr zu Ihnen, sollten Sie zuerst genau abwägen und hinterfragen, ob und wie Sie etwas an Ihrer Situation ändern können. Ist dies nicht möglich, kommt man unter Umständen nicht um eine Kündigung herum. Wie Sie als Arbeitnehmer das Kündigungsgespräch meistern können, erfahren Sie im Folgenden.
Warum ist ein Kündigungsgespräch wichtig?

Verlassen Sie ein Unternehmen, ist es dennoch in vielen Situationen sinnvoll, sich im Guten zu trennen und einen sauberen Schlussstrich zu ziehen. Das hat viele Gründe, unter anderem über folgende Situationen sollten Sie nachdenken:
- Sie haben eine Kündigungsfrist: Vor allem, wenn Sie schon länger im Unternehmen sind, haben Sie eine längere Kündigungsfrist und bis die abgelaufen ist, müssen Sie noch im Unternehmen bleiben und mit Ihren Kollegen und Vorgesetzten zusammenarbeiten.
- Im Gedächtnis bleiben: Mit Ihren Aktionen sorgen Sie dafür, dass man sich an Sie erinnert – das kann positiv oder negativ sein. Sinnvoll ist daher ein ordentlicher Abgang, damit Sie nicht Ihrem eigenen Ruf schaden. Denn dies könnte sich auch negativ auf Ihre Zukunft auswirken. Des Weiteren kann es sein, dass Sie Ihren Vorgesetzten oder Personalverantwortlichen in anderer Zusammensetzung noch einmal begegnen.
- Mögliche Abschlussforderungen: Sollten Sie Wünsche zum Abschluss haben, beispielsweise solche, die auf Extras wie eine Freistellung oder mehr Flexibilität hindeuten, ist es wahrscheinlicher, dass dies gelingt, wenn das Gespräch gesittet und harmonisch verläuft. Auf die Kommunikation sollten Sie auch achten, wenn ein Aufhebungsvertrag Ihr Ziel ist.
- Türe offen halten: Ebenso können Sie sich natürlich auch eine mögliche Rückkehr ins Unternehmen offen halten. Dafür ist unter anderem eine wertschätzende Kommunikation erforderlich.
Das Unternehmen Avantgarde Experts rät zudem, dass man das Kündigungsgespräch so planen sollte, dass es kurz vor der vertraglich vereinbaren Kündigungsfrist ist. So haben Sie die Chance, die Kündigung rechtzeitig einzureichen, aber haben nicht einen zu langen Zeitraum davor gewählt, der die Arbeitssituation verändern könnte.
Was sollten Sie vor dem Kündigungsgespräch beachten?
Vorab sollten Sie sich einen Einstieg in das Kündigungsgespräch überlegen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, falls Sie unmittelbar vor dem Gespräch die Aufregung packt. Überlegen Sie sich auch Gründe, denn vermutlich wird eine Rückfrage kommen – dabei sollten Sie zwischen persönlichen und jobbezogenen Gründen unterscheiden, rät Jobcoach Dr. Inge Pöll im Gespräch mit Avantgarde Experts. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass Sie nicht dazu verpflichtet sind, „eine Begründung für Ihre Kündigung anzuführen“, ordnet Roberthalf.com ein. Jedoch kann es im Gespräch von Vorteil sein, dass Sie sich vorab eine Formulierung zurechtgelegt haben, um Verlegenheit zu vermeiden.
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Ebenso könnten Sie als Noch-Arbeitnehmer überlegen, wie Sie Ihre Arbeitsaufgaben bestmöglich an andere Kollegen übergeben können. Haben Sie beispielsweise noch Projekte offen, könnten Sie im Gespräch mit dem Arbeitgeber erfragen, wie die Übergabe am besten abgewickelt werden soll. Dabei können Sie Ihre Unterstützung anbieten.
Kurze Tipps im Überblick für das Kündigungsgespräch
- Einstieg: Formulieren Sie sich einen Satz. Beispielsweise: „Ich habe lange darüber nachgedacht, mich letztlich aber entschlossen, mich beruflich anders zu orientieren.“
- Haltung: Achten Sie ebenso auf Ihre Mimik und Körpersprache. Bleiben Sie zugewandt und offen. Positionieren Sie sich aufrecht – damit unterstützen Sie Ihre Worte.
- Ehrlichkeit: Seien Sie so ehrlich wie nötig, ohne verletzend zu werden. Machen Sie sich klar, dass Sie eventuell in dem Gespräch provoziert werden können – darauf sollten Sie sich nicht einlassen.
- Ende: Fragen Sie nach dem gewünschten Ablauf für die Kommunikation im Team und die Übertragung der Aufgaben beziehungsweise der möglichen Einarbeitung von Nachfolgern. Bedanken Sie sich für das Gespräch und die Zusammenarbeit. In dem Zuge können Sie auch die schriftliche Kündigung aushändigen. Oder aber Sie haben geplant, diese auf einem anderen Weg zu überbringen.