S-Bahn-Schütze von Unterföhring: Das Urteil ist gefallen

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Laut der Bundesarbeitsagentur wächst das Angebot an Ausbildungsplätzen. Doch bei den beliebten Ausbildungsberufen bleibt es schwer, eine Lehrstelle zu bekommen. Foto: Hendrik Schmidt

Mit Praktika früh andocken

Was bei der Lehrstellensuche wichtig ist

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich für Jugendliche grundsätzlich positiv, denn der Wirtschaft geht es gut. Trotzdem bleiben viele ohne Lehrstelle. Experten erklären, in welchen Berufen und Regionen es für Jugendliche nach wie vor schwierig ist.

Berlin (dpa/tmn) - Das neue Ausbildungsjahr hat gerade erst begonnen, da ist der kommende Jahrgang schon wieder im Bewerbungsprozess. Und er geht zu einem guten Zeitpunkt auf Lehrstellensuche.

Grundsätzlich wächst das Angebot an Ausbildungsplätzen, teilte die Bundesarbeitsagentur bei der Vorlage ihrer Lehrstellenbilanz mit. Doch das bedeutet nicht, dass für alle Jugendlichen die Ausbildungsplatzsuche zum Selbstläufer wird, sagt Susanne Eikemeier von der Bundesarbeitsagentur. Nach wie vor sind einige Ausbildungsberufe bei den Jugendlichen sehr gefragt - und dort ist es schwierig, einen Platz zu bekommen.

Zu den gefragten Berufen gehören etwa die Bereiche Innenarchitektur und Raumausstattung, die Bühnen- und Kostümbildnerei, das Veranstaltungsmanagement, Kamera- oder Tontechnik sowie Medienberufe. Hier gibt es häufig sehr viele Bewerber für die begehrten Ausbildungsplätze. Wer sich für diese Berufe interessiert, versucht am besten, bereits als Schüler zum Beispiel im Rahmen von Praktika an die Unternehmen anzudocken, sagt Eikemeier.

Auch je nach Region gebe es deutliche Unterschiede, sagt Eikemeier. So gibt es zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und Berlin mehr Bewerber als freie Plätze. Sind die Chancen auf den Wunschberuf in der Wunschregion schlecht, ist eine Option deshalb, in ein anderes Bundesland mit mehr freien Stellen zu ziehen.

Wer bereits im August oder September mit der Ausbildung starten wollte und jetzt noch keine Lehrstelle hat, muss noch nicht aufgeben. "Bis Ende des Jahres ist ein Einstieg in die Ausbildung häufig noch möglich", sagt Markus Kiss, Referatsleiter Ausbildungspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Danach haben Jugendliche in vielen Fällen in der Berufsschule schon sehr viel Unterrichtsstoff verpasst - und Betriebe stehen einer Einstellung im laufenden Ausbildungsjahr skeptisch gegenüber.

Wer jetzt noch keine Stelle hat, sollte daher unbedingt in engem Austausch mit seinem Berater bei der Arbeitsagentur bleiben. An vielen Orten laufen momentan noch die Nachvermittlungsaktionen.

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