+
Schon im Januar Urlaub nehmen? Rechtlich gesehen ist das bis auf einige Ausnahmen möglich.

Im Januar gleich freinehmen?

Was beim Urlaub am Jahresanfang geht und was nicht

Das Jahr hat gerade erst begonnen, da steht für manchen schon der erste Urlaub an. Doch nicht jeder Mitarbeiter darf gleich freinehmen. Was geht und was nicht, erklärt ein Experte.

Heidelberg - Draußen ist es trüb und kalt - ein Trip in die Sonne wäre da zu schön: Doch wie viel Urlaub steht einem im Januar überhaupt schon zu? Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins, gibt Tipps:

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch entsteht im laufenden Arbeitsverhältnis immer zum 1. Januar. Das bedeutet: Wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, dürfen Mitarbeiter alle Urlaubstage auch gleich im Januar nehmen.

Neuer Job

Anders sieht das aus, wenn jemand im Januar 2017 eine neue Arbeitsstelle angefangen hat. Derjenige darf in der Regel in den ersten sechs Monaten keinen Urlaub nehmen. Der Urlaubsanspruch entstehe erst nach dieser Zeitspanne, sagt Eckert.

Wer dennoch einen freien Tag braucht, muss deshalb auf die Kulanz des Arbeitgebers hoffen. Und der ist häufig dazu bereit, schon vor dem Ablauf dieser Zeitspanne Urlaub zu gewähren. Das verhindert, dass ein Mitarbeiter nach sechs Monaten völlig überarbeitet ist und dann viel Urlaub am Stück nimmt, was häufig das Team stark belastet.

Resturlaub

Mancher konnte aus betrieblichen oder persönlichen Gründen wie Krankheit im letzten Jahr nicht alle Urlaubstage nehmen. Hier ist wichtig zu wissen: In der Regel muss dieser alte Urlaub bis zum 31. März genommen werden, sonst verfällt er. Mancher kommt nun auf die Idee, sich diesen alten Urlaub auszahlen zu lassen. Das ist jedoch nur in Ausnahmefällen möglich, so Eckert.

dpa/tmn

Weltreise: Günstig um die Erde fliegen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dieser Mythos um den Arbeitsvertrag hält sich hartnäckig – ist aber falsch
Beim Thema Arbeitsvertrag geistern viele Halbwahrheiten durch die Köpfe von Angestellten. Ein Mythos hält sich dabei besonders hartnäckig.
Dieser Mythos um den Arbeitsvertrag hält sich hartnäckig – ist aber falsch
Frau löscht Uni-Zusage ihres Freundes - der rächt sich jetzt auf diese Weise
Ein hochbegabter Klarinettenspieler bekommt die Zusage einer Elite-Uni. Seine Freundin will das verhindern - und täuscht eine Absage vor. Doch er schlägt zurück.
Frau löscht Uni-Zusage ihres Freundes - der rächt sich jetzt auf diese Weise
Ausbildung: Um diese Jobs reißen sich Azubis
In Deutschland können Azubis zwischen rund 300 Ausbildungsberufen wählen. Die Qual der Wahl - trotzdem wählen Jugendliche immer wieder die selben Berufe.
Ausbildung: Um diese Jobs reißen sich Azubis
Berufstätigen Eltern fehlen Flexibilität und Betreuung
Kindererziehung und Karriere gut miteinander verbinden - das gestaltet sich für viele auf Grund ihrer Arbeitsbedingungen nicht einfach. Eine Umfrage zeigt, wo Eltern die …
Berufstätigen Eltern fehlen Flexibilität und Betreuung

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.