+
Drei Monate vor Arbeitsende müssen Beschäftigte sich bei der Arbeitsagentur melden. Wird das Arbeitsverhältnis kurzfristig gelöst, ist eine Meldung binnen drei Werktagen ausreichend.

Landessozialgericht Bayern

Wegbleiben bei der Arbeit: Sperrung beim Arbeitslosengeld

Wer selbstverschuldet seinen Job verliert, muss unter Umständen für eine Zeit eine Sperrung beim Arbeitslosengeld hinnehmen. Doch was, wenn Mitarbeiter davon ausgehen, sie seien im Recht und hätten für das Wegbleiben einen Grund?

München - Beschäftigte müssen mit einer Sperrung beim Arbeitslosengeld rechnen, wenn sie nicht mehr zur Arbeit erscheinen - und ihre Anstellung verlieren.

Mitarbeiter schützt dabei auch nicht, wenn ihnen unklar war, dass sie deshalb beim Arbeitslosengeld gesperrt werden können oder dass sie glauben, für das Wegbleiben einen guten Grund zu haben. Darauf weist der Bund-Verlag hin und bezieht sich auf ein Urteil des Landessozialgerichts Bayern (Az.: L 10 AL 43/14).

In dem verhandelten Fall wehrte sich ein Arbeitnehmer gegen eine von der Arbeitsagentur verhängte Sperrzeit. Der Mann war als Lagerhelfer bei einer Personalmanagement-Firma angestellt. Er monierte, dass die Firma ihn nicht wie vereinbart 35 Stunden pro Woche einsetzte, sondern deutlich weniger. Dadurch komme er auf einen geringeren Verdienst. Später hatte der Beschäftigte dann seinen Arbeitsplatz während der Arbeitszeit verlassen und war nicht mehr zurückgekehrt.

Das Bayerische Landessozialgericht hielt die Sperrzeit für gerechtfertigt. Für das Verhalten des Klägers habe es keinen wichtigen Grund gegeben. Die Sperrzeitregelung soll die Solidargemeinschaft davor schützen, dass jemand Leistungen in Anspruch nimmt, der die Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt hat.

Hier habe der Arbeitnehmer zwar keine 35 Stunden pro Woche arbeiten können. Das mache die Beschäftigung für den Kläger aber nicht unzumutbar. Unerheblich sei auch, dass der Kläger glaubte, mit seinem Verhalten im Recht zu sein und dafür einen wichtigen Grund zu haben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wer diese drei Fragen beantworten kann, ist richtig intelligent
Wie schlau sind Sie? Ein kurzer Test soll Ihnen verraten, wie es um Ihre Intelligenz bestellt ist. Dabei erscheinen die Fragen einfacher, als sie wirklich sind.
Wer diese drei Fragen beantworten kann, ist richtig intelligent
Verrückt: Chefin testet am Wochenende heimlich Bewerber
Wenn Sie sich gerade bewerben und Sonntag früh eine Nachricht erhalten, sollten Sie besser schnell reagieren: Es könnte ein Test Ihres neuen Chefs sein.
Verrückt: Chefin testet am Wochenende heimlich Bewerber
Das Ende des Müllers: Neue Ausbildungsordnungen im Überblick
Ausbildungsberufe passen sich immer wieder dem Wandel an: So bekommt der Müller einen neuen Namen und Kaufleuten wird der Online-Handel schon in der Lehre beigebracht. …
Das Ende des Müllers: Neue Ausbildungsordnungen im Überblick
Führungskräfte: So sieht der typische Chef aus
Welche Eigenschaften haben eigentlich Führungskräfte in Deutschland? Eine Studie zeigt: Deutsche Chefs gleichen einander mehr, als viele ahnen.
Führungskräfte: So sieht der typische Chef aus

Kommentare