Weltwunder Machupicchu wird erstes klimaneutrales Reiseziel.
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Machupicchu hat von Green Initiative das Siegel der Klimaneutralität bekommen und ist damit das erste CO2-neutrale Reiseziel der Welt.

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Weltwunder Machupicchu wird erstes klimaneutrales Reiseziel

Das Weltwunder Machupicchu wird das erste klimaneutrale Reiseziel weltweit. Erbaut wurde Machupicchu im 15. Jahrhundert durch die Inka. Heute ist es eine geheimnisvolle Ruinenstadt.

Lima (ots)

Hoch oben, auf 2400 Meter Höhe in den peruanischen Anden, erstreckt sich über eine Fläche von 325 km2 eines der neuen Weltwunder: Machupicchu, von den Inkas im 15. Jahrhundert erbaut und heute mystische, sagenumwobene Ruinenstadt von gigantischer Größe. Seitdem der Amerikaner Hiram Bingham Machupicchu 1911 der Welt vorstellte, zog der Ort mehr und mehr Touristen an. Bis zur Corona-Pandemie kamen durchschnittlich 4.000 am Tag. Durch den Anstieg der Besucherzahlen erhöhte sich die Umweltverschmutzung in dem Gebiet. Allein 6000 Glas- und Plastikflaschen sammelten sich pro Tag an, die zum Recycling nach Lima gebracht werden mussten. Weil sie diesen Zustand nicht länger für tragbar hielten, gründeten Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor die Initiative „Machupicchu Carbono Neutral“ - für ein CO2-neutrales Machupicchu.

Schutz für das Weltkulturerbe und die Welt

Jetzt hat die archäologische Stätte und UNESCO Weltkulturerbe von Green Initiative, einem von der UN akkreditieren Zertifizierer, das Siegel der Klimaneutralität verliehen bekommen und ist damit das erste CO2-neutrale Reiseziel der Welt. Ein Erfolg, der auf einer Reihe verschiedener Maßnahmen beruht: Dazu gehören Fortschritte bei der Kreislaufwirtschaft mittels Recycling und das Projekt „Eine Million Bäume für Machupicchu“. Im Rahmen dieser Initiative wurden bereits 300 000 gepflanzt. Die Plastikflaschen in der Region werden inzwischen zusammengepresst, sodass eine deutlich höhere Menge pro Fuhre abtransportiert werden kann. Glasflaschen werden zu Sand gemahlen, der im Hausbau wiederverwendet wird. Aus den hunderten Litern Altspeisefett, die in Restaurants anfallen, wird Biodiesel für den Antrieb der Touristenbusse gewonnen. Ein Pyrolyse-Verfahren spaltet Verbindungen organischen Mülls und liefert dadurch Biokohle zum Düngen.

Das sind nur vier Beispiele, die den Weg zum großen Ziel bereiten, wie die staatliche Organisation PROMPERÚ erläutert: „Bis 2030 wollen wir die Emissionen um 45 Prozent senken, und bis 2050 komplett klimaneutral sein. Wir möchten unseren Besuchern nicht nur ein unvergessliches, sondern auch klimafreundliches Erlebnis in Machupicchu bieten.“

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