Wenn Kunden auf der Suche nach Inspiration sind, ist Sophie Schmale zur Stelle. Sie ist angehende Buchhändlerin in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Wenn Kunden auf der Suche nach Inspiration sind, ist Sophie Schmale zur Stelle. Sie ist angehende Buchhändlerin in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Klingelnde Kassen: Sophie Schmale macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin in der Tegeler Bücherstube in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Klingelnde Kassen: Sophie Schmale macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin in der Tegeler Bücherstube in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Gibt ihr Fachwissen gerne weiter: Christiane Schulz-Rother, Inhaberin der Tegeler Bücherstube in Berlin, bespricht sich mit ihrer Auszubildenden Sophie Schmale (r). Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Gibt ihr Fachwissen gerne weiter: Christiane Schulz-Rother, Inhaberin der Tegeler Bücherstube in Berlin, bespricht sich mit ihrer Auszubildenden Sophie Schmale (r). Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Wer im Buchhandel arbeitet, braucht Organisationstalent: Sophie Schmale lernt in ihrer Ausbildung auch, worauf es bei der Lagerung von Büchern ankommt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Wer im Buchhandel arbeitet, braucht Organisationstalent: Sophie Schmale lernt in ihrer Ausbildung auch, worauf es bei der Lagerung von Büchern ankommt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Damit sich ein Buchladen rechnet, müssen angehende Buchhändlerinnen wie Sophie Schmale auch das kaufmännische Denken verinnerlichen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Damit sich ein Buchladen rechnet, müssen angehende Buchhändlerinnen wie Sophie Schmale auch das kaufmännische Denken verinnerlichen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Deutsch oder Englisch? Als angehende Buchhändlerin muss Sophie Schmale lernen, sich auf die Lesegewohnheiten verschiedener Kunden einzustellen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Deutsch oder Englisch? Als angehende Buchhändlerin muss Sophie Schmale lernen, sich auf die Lesegewohnheiten verschiedener Kunden einzustellen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Von Anfang mit dabei: Schon zu Beginn ihrer Ausbildung konnte die angehende Buchhändlerin Sophie Schmale viele Aufgaben in der Bücherstube übernehmen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Von Anfang mit dabei: Schon zu Beginn ihrer Ausbildung konnte die angehende Buchhändlerin Sophie Schmale viele Aufgaben in der Bücherstube übernehmen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Die Corona-Zeit hat bei vielen Lese-Lust geweckt: Sophie Schmale hat als angehende Buchhändlerin immer Empfehlungen für die Kundinnen und Kunden parat. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Die Corona-Zeit hat bei vielen Lese-Lust geweckt: Sophie Schmale hat als angehende Buchhändlerin immer Empfehlungen für die Kundinnen und Kunden parat. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Empfehlungen mit Herz

Wie werde ich Buchhändler/Buchhändlerin?

Welchen Lesestoff schlägt ein Algorithmus vor? Und worauf lenkt eine Buchhändlerin den Bick? Viele wissen den persönlichen Service in Buchhandlungen zu schätzen. Über einen besonderen Arbeitsplatz.

Berlin/Frankfurt (dpa/tmn) - Der Tod wurde ihm oft genug vorhergesagt. Doch so einfach lässt sich der Buchhandel nicht unterkriegen: "Noch vor fünf Jahren hieß es, unsere Branche sei tot. Aber davon kann keine Rede sein, sie ist quicklebendig und wir benötigen dringend Nachwuchs", sagt Christiane Schulz-Rother.

Die 52-Jährige Inhaberin von vier Buchhandlungen führt deswegen auch regelmäßig Nachwuchskräfte an ihren Beruf heran: "Ich bilde gerne aus, es macht mir Spaß, jungen Leuten Entwicklungsraum zu geben und meine Erfahrung weitergeben zu können."

Mit Sherlock Holmes fing alles an

Sophie Schmale ist eine der angehenden Buchhändlerinnen im Team von Christiane Schulz-Rother. Sie arbeitet entweder in der Tegeler Bücherstube im Norden Berlins oder in einer Filiale im Bezirk Tempelhof.

Als Kind sei sie keine Leseratte gewesen, erzählt sie. Erst mit zwölf, dreizehn Jahren habe sie ihre Liebe zu Büchern entdeckt. Arthur Conan Doyle war es, der sie mit seiner Detektivfigur Sherlock Holmes entfachte. Jane Austen, die große Dame der britischen Literatur, gab der Flamme weitere Nahrung.

Fachwissen von Krimi bis Ratgeber

Heute begeistern sie Neuerscheinungen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. "Bücher sind etwas Besonderes und für mich ist es toll, sie zu empfehlen und zu verkaufen", sagt Schmale. Während ihrer Ausbildung ist sie im gesamten Sortimenten und allen Literaturgattungen fit geworden.

Längst kennt sie sich nicht nur mit Romanen, sondern auch mit Sachbüchern, Kinder- und Jugendliteratur, Krimis, Reiseführern oder Ratgebern aus. Gut gefällt ihr an der Ausbildung, dass sie vom ersten Tag an im Geschäft mitarbeiten konnte.

Die Eigenarten der Kunden verstehen

Zweimal wöchentlich besucht sie die Berufsschule. Neben den kaufmännischen Fächern dreht sich der Unterricht um den Umgang mit unterschiedlichen Kundentypen. Schmale begreift es als theoretisches Gerüst: Aus der Praxis weiß sie, dass viele Menschen aus diesem Schema herausfallen und sie sich immer wieder neu auf Eigenarten und Vorlieben einzustellen hat.

"Während der Coronazeit kamen mehr Leute als früher, die ausdrücklich von uns Empfehlungen von Büchern wünschten", erzählt sie. "Sie meinten, sie säßen sowieso so viel vor dem Computer und wollten sich nicht von Algorithmen, sondern von uns inspirieren lassen."

Neben der Beratung der Kunden und dem Verkauf beschäftigen sich Buchhändlerinnen und Buchhändler mit Verlagsangeboten, einer marktorientierten Kalkulation und der Lagerhaltung. Die Dekoration der Schaufenster gehört ebenso dazu. Eine Aufgabe, die Sophie Schmale sehr gerne übernimmt, weil dabei ihre Kreativität ausleben kann.

Die Ausbildungsvergütung unterscheidet sich je nach Bundesland. Die Bundesagentur für Arbeit gibt als Orientierungswert ein monatliches Bruttogehalt von etwa 630 bis 900 Euro im ersten Ausbildungsjahr an. Später bekommen Azubis eine Vergütung, die etwa zwischen 730 und 1150 Euro liegt brutto im Monat liegt.

Eventmanagement und Website-Gestaltung

Die Vielfalt ist es, die auch Schulz-Rother an dem Beruf so mag: Sie ist nicht nur Expertin für Bücher und behält das Kaufmännische im Blick. Sie weiß, dass neben der analogen Bücherwelt auch die digitale gestaltet werden will.

Sie hält etwa ihre Internetpräsenz und den Online-Shop aktuell, agiert als Eventmanagerin, wenn sie Lesungen organisiert und zeigt sich offen für Formate, um die Kundenbindung zu stärken. Nach dem Motto "Buchgenuss nach Ladenschluss" können etwa kleine Gruppen einen Abend privat in der Buchhandlung verbringen, dabei lesen, blättern und Neues entdecken.

© dpa-infocom, dpa:200911-99-522959/3

Ausbildungsinfos beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Berufsbild bei Berufenet

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