Früher kamen in der Orthopädietechnik Holz und Metall zum Einsatz, heute vor allem Kunststoffe: Hier arbeitet die Auszubildende Luisa Richter an einem medizinischen Korsett. Foto: Caroline Seidel
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Früher kamen in der Orthopädietechnik Holz und Metall zum Einsatz, heute vor allem Kunststoffe: Hier arbeitet die Auszubildende Luisa Richter an einem medizinischen Korsett. Foto: Caroline Seidel
Nach einem Praktikum bei ihrem Arbeitgeber hat sie sich dort für die Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin beworben: Inzwischen ist Luisa Richter im zweiten Lehrjahr. Foto: Caroline Seidel
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Nach einem Praktikum bei ihrem Arbeitgeber hat sie sich dort für die Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin beworben: Inzwischen ist Luisa Richter im zweiten Lehrjahr. Foto: Caroline Seidel
Eine Prothese perfekt an die Bedürfnisse des Patienten anpassen - Luisa Richters Aufgaben als angehende Orthopädietechnik-Mechanikerin erfordern Präzision. Foto: Caroline Seidel
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Eine Prothese perfekt an die Bedürfnisse des Patienten anpassen - Luisa Richters Aufgaben als angehende Orthopädietechnik-Mechanikerin erfordern Präzision. Foto: Caroline Seidel
Orthopädietechnik-Mechaniker erklären den Patienten auch, wie sie ihre Hilfsmittel richtig handhaben. Luisa Richter lernt in der Ausbildung, wie das richtig geht. Foto: Caroline Seidel
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Orthopädietechnik-Mechaniker erklären den Patienten auch, wie sie ihre Hilfsmittel richtig handhaben. Luisa Richter lernt in der Ausbildung, wie das richtig geht. Foto: Caroline Seidel
Um solche Orthesen herzustellen, sind natürlich auch Anatomie-Kenntnisse nötig: Die stehen in Luisa Richters Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin im Berufsschulunterricht auf dem Stundenplan. Foto: Caroline Seidel
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Um solche Orthesen herzustellen, sind natürlich auch Anatomie-Kenntnisse nötig: Die stehen in Luisa Richters Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin im Berufsschulunterricht auf dem Stundenplan. Foto: Caroline Seidel
Luisa Richter hat sich in ihrer Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin für den Schwerpunkt Orthetik entschieden: Die Arbeit in der Werkstatt gehört zu ihren regelmäßigen Aufgaben. Foto: Caroline Seidel
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Luisa Richter hat sich in ihrer Ausbildung zur Orthopädietechnik-Mechanikerin für den Schwerpunkt Orthetik entschieden: Die Arbeit in der Werkstatt gehört zu ihren regelmäßigen Aufgaben. Foto: Caroline Seidel
Mit der Herstellung und Anpassung von Orthesen unterstützt Luisa Richter Menschen mit Einschränkungen dabei, am Leben teilzuhaben - das gefällt ihr an der Ausbildung besonders. Foto: Caroline Seidel
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Mit der Herstellung und Anpassung von Orthesen unterstützt Luisa Richter Menschen mit Einschränkungen dabei, am Leben teilzuhaben - das gefällt ihr an der Ausbildung besonders. Foto: Caroline Seidel
Die angehende Orthopädietechnik-Mechanikerin Luisa Richter passt eine Prothese an: Der Kontakt zu den Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Foto: Caroline Seidel
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Die angehende Orthopädietechnik-Mechanikerin Luisa Richter passt eine Prothese an: Der Kontakt zu den Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Foto: Caroline Seidel

Herausforderndes Handwerk

Wie werde ich Orthopädietechnik-Mechaniker/in?

Orthopädietechnik-Mechaniker fertigen individuelle Hilfsmittel für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Dafür braucht es nicht nur geschickte Hände, sondern auch Einfühlungsvermögen für die Patienten.

Traunstein (dpa/tmn) - Was ihr besonders Spaß macht? - "Die Arbeit mit Kindern." Luisa Richter, Auszubildende zur Orthopädietechnik-Mechanikerin, arbeitet in einem Betrieb, der sich auf Kinder spezialisiert hat.

Dort lernt sie, wie sie den Patienten, die körperliche Einschränkungen haben, mit individuellen Hilfsmitteln das Leben erleichtern kann. "Ich finde es schön, die Entwicklungen zu sehen", erzählt sie. "Viele Kinder kommen oft über Jahre zu uns, um versorgt zu werden".

Handwerkliches Geschick gefragt

Orthopädietechnik-Mechaniker fertigen in Präzisionsarbeit und mit verschiedenen Materialien Prothesen, Orthesen oder etwa Rollstühle an - individuell angepasst an die Bedürfnisse des Patienten. Sie beurteilen Krankheitsbilder, beraten und erklären die richtige Handhabung der Hilfsmittel.

Luisa Richter hat sich nach ihrem Fachabitur für eine Ausbildung beworben. "Ich habe nach einem Beruf gesucht, der Handwerkliches und Soziales verbindet", sagt sie.

Die handwerklichen Grundlagen und den Umgang mit den Werkstoffen lernen Auszubildende bereits im ersten Jahr. Luisa Richter hat zuerst einmal die Abteilungen in ihrem Betrieb kennengelernt: Die Näherei, den Modellierraum und die Gipserei. "Früher wurde viel mit Holz und Metall gearbeitet, heute eher mit Kunststoffen", sagt Alf Reuter, Vizepräsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik.

Verlauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker findet dual statt, im Betrieb und in der Berufsschule. Außer Mathe und Deutsch stehen Fächer wie Anatomie und Pathologie auf dem Stundenplan.

Daneben darf der Patientenkontakt nicht zu kurz kommen. "In diesem Beruf hat man teilweise mit schweren Schicksalsschlägen zu tun, mit frisch verunfallten Amputierten oder mehrfach schwerbehinderten Kindern - damit müssen die Auszubildenden professionell umgehen können", sagt Reuter. Das erfordere ein hohes Maß an Empathie, aber ebenso professionelle Distanz. Berührungsängste vor Narben oder Wunden seien fehl am Platz.

Am Anfang sei ihr der Umgang mit einigen Krankheitsbildern tatsächlich etwas schwer gefallen, räumt Luisa Richter ein. "Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt. Schließlich unterstützt man die Menschen, so dass sie besser am Leben teilhaben können."

Im zweiten Lehrjahr hat sie sich für einen der drei Schwerpunkte der Ausbildung entschieden: die Orthetik, also das Anfertigen von Orthesen, die Körperteile stabilisieren, korrigieren oder entlasten - ein medizinisches Korsett etwa. Bei den beiden anderen möglichen Schwerpunkten handelt es sich um Prothetik, das Anfertigen von künstlichen Gliedmaßen, und Rehabilitationstechnik, wo etwa Rollstühle oder Krankenbetten hergestellt werden.

Vergütung und Karriereaussichten

Einen bestimmten Schulabschluss muss man für die Ausbildung nicht vorweisen. Die Vergütung kann von Betrieb zu Betrieb stark variieren. Aubi-plus.de, eine kommerzielle Ausbildungsbörse, nennt eine Gehaltsspanne von 440 bis 600 Euro im ersten Lehrjahr und von 550 bis 800 Euro im dritten Lehrjahr.

Nach dem Abschluss arbeiten Orthopädietechnik-Mechaniker in Sanitätshäusern, Krankenhäusern, Rehawerkstätten oder machen sich selbstständig. Luisa Richter freut sich schon auf diese Zeit: "Nach der Gesellenprüfung kann man seine eigenen Erfahrungen sammeln und viel selbstständiger arbeiten."

Berufsporträt bei aubi-plus.de

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