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Psychische Belastungen im Job keine Seltenheit: Berufstätige haben laut Umfrage vor allem einen Wunsch

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Stress im Job? Oft sind Kollegen die ersten Ansprechpartner.
Stress im Job? Oft sind Kollegen die ersten Ansprechpartner. © Oliver Berg/dpa

Viele Berufstätige hatten schon mal mit psychologischen Belastungen zu kämpfen, wie eine Umfrage zeigt. Die Frage ist, wie Arbeitgeber in solchen Fällen helfen können.

Psychische Belastungen spielen auch in der Arbeitswelt eine Rolle. Die Jobseite Indeed hat mithilfe des MeinungsforschungsinstitutsYouGov Berufstätige zum Thema mentale Gesundheit am Arbeitsplatz befragt. In 23 Fragen gaben die 2.039 befragten Personen Auskunft über ihre derzeitige psychische Verfassung sowie den Kenntnisstand zu psychischen Erkrankungen, wie es in der Mitteilung heißt. Zudem wurden die Akzeptanz auf derartige Krankheiten sowie Maßnahmen zur Verbesserung am Arbeitsplatz ermittelt.

Hinsichtlich psychischer Erkrankungen zeichnet die Befragung demnach folgendes Bild: „Mit insgesamt 584 Personen geben über ein Viertel der Berufstätigen (29 Prozent) in Deutschland an, derzeit oder in der Vergangenheit von einer psychischen Erkrankung betroffen gewesen zu sein“, heißt es in der Mitteilung zu der Umfrage.

„Die Arbeitgeber scheinen jedoch nur in wenigen Fällen darauf eine Antwort in Form von Angeboten zur Unterstützung oder Sensibilisierung zur Thematik zu haben“, heißt es darin weiter. „So geben mehr als die Hälfte der Befragten (63 Prozent) an, dass es bei ihrer Arbeit keine konkreten Angebote für den Erhalt der psychischen Gesundheit gibt. 23 Prozent bejahten diese Frage indes und können von Seminaren zur Aufklärung, Entspannung oder Resilienz sowie Abbau von Überstunden berichten.“ Bei sechs Prozent aller Befragten (130 Personen) werde konkretes Informationsmaterial zum Erhalt mentaler Gesundheit oder eine persönliche, psychologische Betreuung angeboten. „Das wirkt sich auch entsprechend auf den Wissensstand bei den Arbeitnehmer*innen zu dieser Thematik aus: Nur 18 Prozent fühlen sich (sehr) gut informiert.“

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Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz: Wunsch nach mehr Freizeit laut Umfrage

Insgesamt würden die Befragten allerdings mehrheitlich davon ausgehen, dass sich die Arbeitgeber um das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden kümmern: 57 Prozent gaben demnach an, dass dies auf ihre Arbeit zutrifft; 32 Prozent stimmten dieser Aussage hingegen nicht zu. „Bei Personen, die aktuell unter einer psychischen Störung leiden, liegt dieser Anteil sogar bei 50 Prozent“, heißt es in der Mitteilung.

Um die psychische Gesundheit von Berufstätigen zu verbessern, würden sich die Befragten „primär mehr Freizeit“ wünschen. Der Abbau von Überstunden in Urlaub und Gehalt sei mit 42 Prozent die präferierte Maßnahme, dicht gefolgt von der Vier-Tage-Woche (39 Prozent) sowie mehr zusätzlichen freien Tagen analog zum Urlaubsanspruch (37 Prozent).

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35 Prozent sprechen sich laut der Umfrage für einen offeneren Austausch unter Kollegen und Kolleginnen aus, wie es weiter heißt. Psychologische Betreuung am Arbeitsplatz sowie Seminare oder Schulungen wünschen sich demnach zudem 21 Prozent. „Bei den Personen, die aktuell unter einer psychischen Erkrankung leiden, ist die 4-Tage-Woche mit 54 Prozent die favorisierte Maßnahme. Psychologische Betreuung wünschen sich knapp ein Drittel (31 Prozent).“ (ahu)

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