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Gute Zeiten für eine Anschlussfinanzierung: Die Zinsen für Immobilienkredite sind laut der Stiftung Warentest derzeit niedrig. Foto: Christin Klose

"Finanztest"

Zinsen für Anschlussfinanzierung "sensationell günstig"

Wer zum Beispiel zur Jahresmitte 2020 die Anschlussfinanzierung für seinen Immobilienkredit braucht, muss nicht warten. Eigentümer können sich mit sogenannten Forwarddarlehen schon jetzt gute Konditionen sichern. Der Stiftung Warentest zufolge rechnet sich das meistens.

Berlin (dpa/tmn) - Günstig, günstiger, Kreditzinsen: Selten zuvor war die Finanzierung einer Immobilie billiger zu bekommen als heute. Das gilt inzwischen auch für die Anschlussfinanzierungen.

"Für den Anschlusskredit verlangen Banken heute mitunter sogar weniger als 1 Prozent", berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 5/2019). Die Experten haben die Konditionen von 83 Banken und Kreditvermittlern ermittelt. Ihr Ergebnis: Top-Angebote seien in verschiedenen Varianten "derzeit sensationell günstig."

Zwei Modellfälle haben die Warentester durchgerechnet: Für eine Kreditsumme von 150.000 Euro wurde in der ersten Variante eine Zinsbindung von 10 Jahren und eine Anfangstilgung von 6 Prozent gewählt. Die monatliche Rate liegt bei etwa 1000 Euro. In der zweiten Variante wurde ein sogenanntes Volltilgerdarlehen mit 15 Jahren Zinsbindung gewählt bei einem Immobilienwert von etwa 250.000 Euro.

In der ersten Variante lag der günstigste verfügbare Zins - je nach Vorlaufzeit - bei zwischen 0,89 und 1,51 Prozent. Die teuersten Angebote kosten zwischen 1,48 und 2,60 Prozent Zinsen. Der Zinsunterschied liegt zwischen rund 6300 und knapp 12.000 Euro.

In der zweiten Variante werden im besten Fall 1,02 bis 1,69 Prozent Zinsen fällig, im schlechtesten Fall 1,91 bis 2,85 Prozent. Der Zinsunterschied liegt hier zwischen fast 11.000 und etwa 14.000 Euro.

Der Vorteil für Kunden: Sie müssen bei einer Anschlussfinanzierung oft geringere Monatsraten tragen, weil die Konditionen besser sind. Doch der Zinsvorteil sollte in die Tilgung investiert werden, raten die Experten. Denn dann werden Eigentümer die Schulden schneller los.

Bei einem sogenannten Forwarddarlehen schließt der Kunde einen Vertrag für die Anschlussfinanzierung ab, schon bevor seine Zinsbindung abläuft. Das ist in der Regel bis zu fünf Jahre im Voraus möglich. Wenn die Zinsen in diesem Zeitraum steigen, profitiert der Kunde, weil der Zinssatz für sein Darlehen bei Vertragsabschluss festgesetzt wurde. Für diese Sicherheit verlangen Banken allerdings einen Aufschlag, Forwarddarlehen sind daher oft ein wenig teurer.

Test der Stiftung Warentest (z.T. kostenpflichtig)

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