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Viele kleine Kinder glauben fest an den Osterhasen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Erziehungs-Tipp

Kinder müssen von selbst am Osterhasen zweifeln dürfen

Weihnachtsmann und Osterhase, das sind feste Beziehungspersonen im Kleinkinduniversum. Wie Eltern am Besten mit diesem Glauben umgehen, vor allem, wenn auch größere Geschwister in der Familie sind, verraten Experten.

Fürth (dpa/tmn) - Für Kinder im Kindergartenalter ist die Sache noch ganz klar: Der Osterhase bringt ihnen Geschenke und Eier. Oft können Kinder sogar ganz genau beschreiben, wie der Osterhase aussieht und wo sie ihn gesehen haben.

"Eltern sollten diese Fantasiewelt nicht abtun und sie den Kindern nicht ausreden", sagt Dana Urban von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Meist beginnt bei den Kindern mit sechs oder sieben Jahren die Entzauberung von selbst, und die Kleinen fangen an, realistischer zu denken.

In dieser Phase warten Eltern am besten ab, was für Fragen kommen. Äußern die Kinder Zweifel an der Existenz des Osterhasen, können die Erwachsenen das aufgreifen und nachfragen: "Was glaubst du denn?". Später können sie daran anknüpfen und erklären: "Du hast schon recht, es gibt den Osterhasen nicht wirklich. Aber für uns in der Familie war das immer ein schönes Ritual". Je nachdem, wie gläubig die Familie ist, können Eltern erklären, wofür der Osterhase steht. Hier helfen auch Kinderbücher, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Knifflig wird es in Familien, in denen es ältere Geschwister gibt, die schon Bescheid wissen. Dana Urban rät, mit ihnen einen Pakt zu schließen, den Jüngeren noch nichts zu verraten. Gut ist auch, die Älteren zu Verbündeten zu machen und einzubeziehen, zum Beispiel beim Verstecken der Eier. Die Größeren macht das stolz, und es gibt ihnen ein gutes Gefühl.

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