Kindererziehungszeiten bei der Rente
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Wer sich zu Hause um die Erziehung der Kinder kümmert, tritt meist im Job kürzer. Damit sich das nicht bei der Rente nachteilig auswirkt, werden Kindererziehungszeiten berücksichtigt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Renten-Tipp

Kindererziehung sorgt für mehr Rente der Eltern

Wer erzieht, bekommen dafür in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtbeiträge gutgeschrieben. Das schafft einen Ausgleich dafür, dass Mütter und Väter in den ersten Jahren oft weniger arbeiten.

Berlin (dpa/tmn) - Zeiten der Kindererziehung wirken sich auf die spätere Rente aus. Eltern bekommen für die Erziehung ihrer Kinder bis zu drei Jahre Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung pro Kind gutgeschrieben, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin. In die Berechnung der späteren Rente fließt außerdem die Zeit bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres eines Kindes mit ein.

Diese Berücksichtigungszeiten wirken sich positiv auf den Rentenanspruch aus. Mit den Kindererziehungszeiten können Eltern auch Lücken in ihrer Versicherungsbiographie schließen. Darüber hinaus wird eine zeitgleiche versicherungspflichtige Beschäftigung im Rahmen der Rentenberechnung besser bewertet.

Diese Anrechnung lohnt sich: Die Anwartschaft aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung kann bei geringem Verdienst, zum Beispiel wegen Teilzeitarbeit, um bis zu 50 Prozent wegen zeitgleicher Kinderberücksichtigungszeiten aufgewertet werden. Der Verdienst wird höchstens bis zum Durchschnittsentgelt aufgestockt. Das Durchschnittsentgelt beträgt 2020 rund 40 551 Euro. Diese Aufwertung gibt es für Zeiten ab 1992.

Davon profitieren Versicherte, die zu Beginn ihrer Rente mindestens 25 Versicherungsjahre zurückgelegt haben. Außerdem muss das Kind das dritte Lebensjahr vollendet haben.

© dpa-infocom, dpa:201208-99-618353/2

Broschüre der Deutschen Rentenversicherung

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