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Die Effektivkostenquote wird von den Versicherern nicht einheitlich berechnet. Das erschwert einen Vergleich, wie Verbraucherschützer beklagen. Foto: Arno Burgi

Kosten der Lebensversicherer nach wie vor kaum vergleichbar

Wer eine Lebensversicherung abschließen möchte, orientiert sich bei einem Kostenvergleich oft an der Effektivkostenquote. Doch Verbraucherschützer warnen: Die Vergleichsgröße ist nicht immer aussagekräftig.

Hamburg (dpa/tmn) - Das Ziel war mehr Transparenz für Versicherte: Doch das Lebensversicherungsreformgesetz hilft den Verbrauchern beim Kostenvergleich kaum. Denn die Versicherer berechnen die Effektivkostenquote unterschiedlich. Das ist das Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg.

Eigentlich soll die Effektivkostenquote zeigen, wie sich die Kosten für Vertrieb, Abschluss und Verwaltung auf die Wertentwicklung auswirken. Kunden sollen so die Angebote der Lebensversicherer besser vergleichen können.

Die Verbraucherschützer verglichen 14 Policen jeweils mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einer monatlichen Rate von 100 Euro. Das Ergebnis: Die Versicherer berechnen die Kennziffer unterschiedlich. So hatten zwei Anbieter zwar eine vergleichbare Effektivkostenquote. Der monatliche Betrag, den sie unter anderem für Verwaltungskosten einbehielten, war aber bei einem der Anbieter fast doppelt so hoch. Für die Laufzeit von 30 Jahren ergab sich dadurch ein Unterschied von mehr als 1970 Euro.

Verbraucher sollten sich deshalb nicht von der Effektivkostenquote blenden lassen, rät Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Besser sei es, wenn sie die Produktinformationsblätter vor Vertragsabschluss genau prüfen. Dort sind die Kosten einer Police genau aufgeführt.

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