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Zwei kleine Künstler inmitten ihrer Werke: Tamer (11) und Hannah (10) kommen „total gern“ ins „Offene Atelier“.

„Künstlerisch austoben“

München – Das „Offene Atelier“ ist für Kinder ein Ort, an dem sie einfach nur kreativ sein dürfen.

Tamer findet es „ziemlich cool“ im „Offenen Atelier“. Zehnmal war er schon da. „Nein, sogar elf!“, schiebt er schnell nach und grinst. Und wiederkommen will er natürlich auch. Jeden zweiten Donnerstag, kurz vor 15 Uhr, läuft der elfjährige Bub „mal schnell rüber“, zum Walter-Sedlmayr- Platz 9 – der Platz liegt direkt bei der U-Bahnhaltestelle Feldmoching. „Man kann hier basteln, malen – und mit den anderen Kindern spielen“, schwärmt Tamer. Was er nicht weiß: Ohne Spenden muss das Atelier dichtmachen. „Wir sind wirklich auf Spenden angewiesen“, sagt Sozialpädagogin Maike Kaschke: Die Materialien, die Raummiete – alles kostet Geld. „Die Kinder, es sind inzwischen um die 30, die zu uns kommen, würden furcht furchtbar enttäuscht sein, wenn wir schließen.“

Das „Offene Atelier“ sei eine „spontane Möglichkeit, sich künstlerisch auszutoben, kreativ zu sein“ – etwas, was nicht alle Kinder daheim können oder dürfen. Und was in der Schule manchmal zu kurz komme. Tamer jedenfalls freut sich schon aufs nächste Mal. Heute hat er einen Flieger gebastelt. „Ich darf ihn mitnehmen und zu Hause damit spielen.“ Eine gute Sache sei das – also, dass man Spielzeug selbst machen kann. Das kannte Tamer vorher ja nicht so. „Das Tollste“ durfte er aber seinerzeit nicht einpacken. Das hatten nämlich alle Kinder zusammen gebastelt. Es war eine riesige Winterlandschaft aus Styropor: mit Schnee, Bäumchen und Tieren. Bis heute sind alle „mega- stolz“ darauf. bn

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