+
Die vorgeschriebene Mindestversicherungszeit in Deutschland liegt derzeit bei 35 Jahren. Auch Zeiten, in denen jemand im Ausland gearbeitet hat, werden dabei angerechnet. Foto: Andreas Gebert

Längeren Auslandsaufenthalt für den Rentenanspruch nutzen

Wer berufliche Erfahrungen sammeln will, geht häufig für eine Weile ins Ausland. Solche Zeiten sind aber nicht nur für den Lebenslauf gut - sie können auch für spätere Rentenansprüche wichtig werden.

Berlin (dpa/tmn) - Wer länger in einem anderen Land gearbeitet hat, sollte das der Rentenversicherung melden. Denn auch Zeiten im Ausland können für den späteren Rentenanspruch relevant sein - gerade, wenn sie dabei helfen, die Mindestversicherungszeiten vor dem Ruhestand zu erreichen.

Grundsätzlich gilt: Eine Rente erhält nur, wer die Voraussetzungen erfüllt. "Versicherte müssen dafür auf jeden Fall die vorgeschriebenen Mindestversicherungszeiten erreichen", erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Für langjährig Versicherte, die zum Beispiel mit 63 Jahren in Rente gehen wollen, liegt die vorgeschriebene Mindestversicherungszeit in Deutschland derzeit bei 35 Jahren.

Versicherungszeiten in der Europäischen Union werden für den Rentenanspruch zusammengerechnet. Das gilt auch für Arbeitsaufenthalte in Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz. Zusätzlich bestehen zwischen Deutschland und einigen Ländern Sozialversicherungsabkommen, darunter mit Japan, der Türkei, den USA und Australien; auch aus diesen Ländern können Versicherungszeiten berücksichtigt werden.

Die Auszahlung der Rente erfolgt anteilig aus den jeweiligen Ländern. Die Höhe richtet sich unter anderem danach, wie lange der Einzelne dort gearbeitet hat. "Grundsätzlich zählt jeder Monat", sagt von der Heide. Wer innerhalb eines Mitgliedstaates der EU allerdings weniger als ein Jahr arbeitet, muss beachten: Eine Rente aus solchen Versicherungszeiten wird meist mit der Rente des anderen Staates abgegolten - für Versicherte aus Deutschland ist das also die deutsche Rentenzahlung.

Unter bestimmten Umständen ist auch eine Beitragserstattung möglich - zum Beispiel wenn aus den eingezahlten Beiträgen im Alter keine Leistung gezahlt werden kann. Das trifft sowohl auf den Versicherten selbst als auch auf seine Hinterbliebenen zu.

Betroffene können sich auf der Webseite der Rentenversicherung informieren und eine Broschüre herunterladen. Außerdem können sie sich telefonisch unter der Nummer +49 800 10004800 beraten lassen. Beide Angebote sind kostenlos.

Deutsche Rentenversicherung: Leben und arbeiten in Europa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Familie bringt Kamera im Haus an - und entdeckt Schauriges
Was eine Familie auf den Aufnahmen ihrer Überwachungskamera entdeckt hat, dürfte bei ihnen wohl für einen leichten Schauer gesorgt haben - doch sehen Sie selbst.
Familie bringt Kamera im Haus an - und entdeckt Schauriges
Firma lacht sich schlapp: Ist das der faulste Bewerber aller Zeiten? 
Diese Geschichte begeistert immer noch das Netz: Ein Autovermieter in Wien  sucht neue, motivierte Mitarbeiter. Doch mit dieser dreisten Bewerbung hat keiner gerechnet.
Firma lacht sich schlapp: Ist das der faulste Bewerber aller Zeiten? 
Lebenslauf: Mit diesem Detail fallen Sie auf - dabei scheint es unwichtig
In Personalabteilungen trudeln täglich viele Bewerbungen ein. Da gilt es, aufzufallen. Mit einem kleinen Detail in Ihrem Lebenslauf bleiben Sie in Erinnerung.
Lebenslauf: Mit diesem Detail fallen Sie auf - dabei scheint es unwichtig
Mann entdeckt Ekliges am Fingernagel - dann zeigt sich, was es ist
Einem Mann fällt an seinem Mittelfingernagel ein merkwürdiger Auswuchs auf. Als ihn Ärzte untersuchen, zeigt sich: was er da am Finger hat, kommt extrem selten vor.
Mann entdeckt Ekliges am Fingernagel - dann zeigt sich, was es ist

Kommentare