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Bei auffälligen Verhaltensweisen wie ständiges Zählen von Kuscheltieren oder tägliches Aufräumen des Zimmers könnte eine Zwangsstörung vorliegen und ein Arztbesuch ist sinnvoll. Foto: Patrick Pleul

Putzen und Zählen als Symptome

Macke oder Zwangsstörung: Im Zweifel zum Kinderarzt

Meist ist es schwer absehbar, was sich im Kopf eines Kindes abspielt. Erkennen Eltern Handlungsmuster des Nachwuchses, die sich ständig wiederholen, könnte eine Zwangsstörung vorliegen. Ein Arztbesuch kann dann für nötige Klarheit sorgen.

Mainz (dpa/tmn) - Das Kind betritt auf dem Schulweg nur jede zweite Gehwegplatte, oder es zählt täglich mehrfach seine Kuscheltiere - solche Rituale gehören zur ganz normalen Kindesentwicklung.

Daraus können sich aber auch Zwangsstörungen entwickeln, warnt der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP). Wirkt das Kind zusätzlich bedrückt oder zieht es sich zurück, sollten sich Eltern an ihren Kinderarzt oder gleich an einen Kinderpsychiater wenden.

Typische Zwangshandlungen sind häufiges Händewaschen, Putzen, Aufräumen oder ständiges Zählen bestimmter Dinge. Dabei vollzieht das Kind die gleiche Handlung - zum Beispiel das Schließen eines Fensters - immer wieder. Manche Kinder haben auch Zwangsgedanken: Sie fürchten dann zum Beispiel permanent, sich oder andere zu verletzen.

Damit die Zwangsstörung nicht bis ins Erwachsenenalter bleibt, ist meist eine spezielle Verhaltenstherapie für Kinder hilfreich.

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