+
Bei der Auswahl von Fonds sollten Verbraucher auf verschiedene Details achten. Die Volatilität gibt etwa an, wie stark der Wert eines Fonds um seinen Mittelwert schwankt. Foto: Frank Rumpenhorst

Maximaler Verlust und Kennzahl: Kriterien beim Fonds-Kauf

Anleger haben die Qual der Wahl, wenn sie einen Investmentfonds kaufen wollen. Denn sie müssen sich zwischen rund 4000 in Deutschland angebotenen Fonds entscheiden. Kennziffern, Strategien, aber auch eigene Bedürfnisse sind dabei wichtige Kriterien.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Wenn Anleger Investmentfonds kaufen, sollten sie sich zunächst über ihre persönlichen Anlageziele, Risikopräferenzen und die Anlagedauer Gedanken machen. Denn viele Anleger investieren in Fonds, die nicht zu ihrer eigenen Risikoeinschätzung passen.

Wenn der Zeitraum, die Strategie und das Ziel klar sind, erfolgt in einem zweiten Schritt die Auswahl der Einzelfonds. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften hin. Anleger können sich dabei an verschiedenen Kennziffern und Kriterien orientieren. Eine Übersicht:

Maximaler Verlust: Er zeigt in Prozent, wie hoch der stärkste Wertrückgang in der Vergangenheit während eines bestimmten Zeitraums war. Anleger können anhand solcher Daten überlegen, wie viel Verlust sie maximal bereit sind zu akzeptieren.

Alpha und Beta: Die Alpha-Kennzahl misst den Teil der Rendite, der auf einer gelungenen Aktien-Auswahl des Fondsmanagers beruht und nicht mit der Entwicklung des Marktes zu erklären ist. Beta bezieht sich auf den Vergleichsindex des Fonds - also auf seine Benchmark. Liegt Beta beispielsweise über dem Vergleichsindex Dax bedeutet dies, dass die Kursänderungen des Einzelfonds stärker sind als beim Dax.

Volatilität: Sie ist eine mathematische Größe, die dem Anleger verrät, wie stark der Wert eines Fonds in einer bestimmten Zeitspanne um seinen Mittelwert schwankt. Je höher die Volatilität, desto höher sind die Risiken des Fonds.

Sharpe-Ratio: Sie setzt die Wertentwicklung und die Schwankungsbreite - die Volatilität - eines Fonds ins Verhältnis. Sie misst also den Ertrag im Verhältnis zum Risiko. Eine positive Sharpe-Ratio zeigt, dass ein Fondsmanager gegenüber einer risikolosen Geldanlage eine Mehrrendite erwirtschaftet hat.

Bei der Suche nach einem Fonds gilt: Nicht Äpfel und Birnen miteinander vergleichen. Fonds mit einer offensiven Strategie - die auf Rendite aus sind - muss man anders bewerten als Fonds mit einer defensiven Strategie, die auf die Wertentwicklung des Vermögens zielen. Somit lohnt es sich, neben den mathematischen Kennziffern auch die Strategie und das Portfoliomanagement eines Fonds genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ratgeber-Charts: Alexandra Reinwarth zurück an der Spitze
Sich von lästigen sozialen Verpflichtungen zu befreien, fällt vielen schwer. Alexander Reinwarth schildert in ihrem Buch, wie einfach es geht, und landet damit erneut …
Ratgeber-Charts: Alexandra Reinwarth zurück an der Spitze
Richtig waschen: Sieben Tricks, die Sie noch nicht kannten
Wäsche waschen ist nicht schwer. Doch Vorsicht: Bei der Waschmaschine muss man einiges beachten. Mit diesen Tipps wird die Wäsche strahlend sauber.
Richtig waschen: Sieben Tricks, die Sie noch nicht kannten
Welche Nebenjobs bringen mir richtig viel Geld?
Egal, ob Student, Senior oder Teilzeitbeschäftigter: Ein Nebenjob kann helfen, die Kasse etwas aufzubessern. Doch welche Nebenjobs bringen wirklich viel Geld?
Welche Nebenjobs bringen mir richtig viel Geld?
Krass: Kaufen Sie in diesem Laden, sparen Sie 250 Euro im Jahr
Wo kaufen Sie am günstigsten ein? Ist es doch die Eigenmarke beim Supermarkt - oder noch immer bei Lidl & Co.? Das Ergebnis wird Sie überraschen.
Krass: Kaufen Sie in diesem Laden, sparen Sie 250 Euro im Jahr

Kommentare