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Manches Kind mag lieber in kleinem Rahmen oder mit der Familie feiern, statt eine große Party mit vielen Kindern zu geben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Nicht für jedes Kind ist eine Geburtstagsparty das Richtige

"Happy birthday to you"! Manche Kinder mögen es, laut von vielen besungen zu werden und eine wilde Feier voller Spiele zu schmeißen. Andere hätten es aber lieber stiller. Eltern sollten darauf achten, was das eigene Kind braucht.

Fürth (dpa/tmn) - Ein Dutzend Kinder, bunte Dekoration und Spiele mit lustigen Preisen - etwa so stellen sich viele wohl den perfekten Kindergeburtstag vor. Und: Viele Eltern setzen sich unter Druck, damit die Feier des eigenen Kindes nicht "blöder" wird als die der Mitschüler oder Kita-Freunde.

"Dabei ist es wichtig, zu schauen, was das eigene Kind überhaupt mag", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Kleine Kinder brauchen zum ersten oder zweiten Geburtstag noch keine Feier. "Sie haben viel mehr von einem schönen Tag mit der Familie." Viele Gäste oder Geschenke könnten das Kind überfordern.

Auch im Kindergartenalter sollten sich Eltern fragen: Fühlt mein Kind sich überhaupt in großen Gruppen wohl? Oder spielt es am liebsten mit zwei, drei guten Freunden? Niemand sollte sich verpflichtet fühlen, alle Kinder einzuladen, bei dem das Kind im vergangenen Jahr Geburtstags-Gast war. "Eltern müssen dann nicht befürchten, dass ihr Kind nicht angesehen ist. Unter Kindern ist das normal", sagt der Experte.

Damit das Kind während seiner Feier nicht gestresst ist, sollten Eltern mit ihm gemeinsam planen, wer eingeladen und was gemacht wird. "Gut ist auch, schon vorher zu organisieren, wie und wann die Geschenke geöffnet werden", sagt Ritzer-Sachs. Außerdem ist für die Kinder weniger oft mehr: nach draußen gehen, vielleicht eine Schnitzeljagd und Kuchen essen. Und Ritzer-Sachs empfiehlt: immer auf die Einladung schreiben "bitte Regensachen mitbringen".

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