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Kostüme können Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Foto: Volker Dornberger

Ohne Schleifchen, ohne Mantel: Kostüme sind nichts für Tiere

Auch wenn sich mancher Mensch in der Karnevalszeit gern in Verkleidungsschale wirft: Fürs Haustier bringt ein Kostüm meist wenig Freunde, sondern eher Verwirrung.

Berlin (dpa/tmn) - Ein ganzes Kostüm oder nur ein lustiger Kopfschmuck - manche Haustier-Besitzer möchten ihren Vierbeiner zu Karneval verkleiden. Doch das Tier selbst hat am Kostüm meistens keinen Spaß.

Im Gegenteil, mahnt der Deutsche Tierschutzbund. Solche Accessoires könnten die Bewegungsfreiheit der Tiere einschränken, sie in ihrem Wärmehaushalt negativ beeinflussen oder gar zu Verletzungen führen, sagt Sprecher Marius Tünte. Verletzen könne sich das Tier etwa, wenn das Kostüm auf der Haut scheuert oder es damit irgendwo hängenbleibt.

Außerdem können solche Verkleidungen bei Hunden die Kommunikation zu Artgenossen stören. Zum Beispiel wenn die Nackenhaare verdeckt sind, die Ohren sich nicht entsprechend positionieren können oder auch die Rute in ihrer Bewegung eingeschränkt ist, erläutert Tünte. "So kann sich das verkleidete Tier auch selbst unwohl fühlen, weil es merkt, dass andere Hunde nicht entsprechend reagieren oder gesendete Signale falsch verstehen." Auf andere Tiere kann ein Kostüm am Hund wiederum bedrohlich wirken, was manchmal zu heiklen Situationen führt.

Aber was, wenn man dem Hund zur Feier des Tages mal einen kleinen Schmuck wie ein Schleifchen umbinden möchte? Das schade ihm sicher nicht sofort - es steigere aber auch nicht dessen Wohlbefinden.

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