Rückruf mehrerer Produkte: Bei Verzehr drohen Gesundheitsgefahren

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Die wichtigsten Regeln für den sicheren Einkauf

Weihnachts-Shopping im Netz – aber sicher!

München - 74 Prozent der Internetnutzer und über 50 Prozent der Gesamtbevölkerung kaufen laut Statistischem Bundesamt mittlerweile online ein. Wir verraten, worauf Sie jetzt im Endspurt des Weihnachts-Shoppings achten sollten.

74 Prozent der Internetnutzer und über 50 Prozent der Gesamtbevölkerung kaufen laut Statistischem Bundesamt mittlerweile online ein. Die am schnellsten wachsende Gruppe sind dabei die über 45-Jährigen. Wir verraten, worauf Sie jetzt im Endspurt des Weihnachts-Shoppings achten sollten.

Die wichtigste Regel lautet: Der billigste Händler ist selten der beste. Wenn Sie mit Preissuchmaschinen wie guenstiger.de oder idealo.de auf Schnäppchenjagd gehen, sollten Sie die Angebote genau unter die Lupe nehmen. Wie sieht es mit der Lieferzeit aus? Fragen Sie per Mail oder Telefon nach dem genauen Liefertermin und lassen Sie sich dieses Datum per E-Mail verbindlich bestätigen. Achten Sie auf Versandkosten, die oft enorm hoch sind, und auf mögliche Zusatzgebühren wie Zoll, Steuern oder eine überflüssige Transportversicherung. Besonders bei kleinen Anbietern, von denen Sie noch nie gehört haben, sollten Sie vorsichtig sein. Enthält das Impressum Firmenname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail? Stehen in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) verdächtige Passagen? Wenn der Händler beispielsweise Ihre Kundendaten weitergeben will, droht eine Flut lästiger Werbe-Mails. Für ein paar Euro Preisvorteil sollten Sie nichts riskieren.

Woran erkenne ich einen vertrauenswürdigen Online-Shop?

Die Gütesiegel Trusted Shops, Safer Shopping (TÜV Süd), Geprüfter Onlineshop und Datenschutz Cert sind hier eindeutige Hinweise. Wer diese Siegel auf seine Seite setzen will, muss beispielsweise bei Trusted Shops über 100 Kriterien erfüllen. Zudem können Sie beim Kauf unter diesem Siegel Ihre Einkäufe kostenlos oder gegen eine ­geringe Gebühr absichern, falls doch etwas schiefgeht. Wichtig sind zudem die Bewertungen, die ein Anbieter auf den Preissuchmaschinen erhält. Wobei Sie diese Noten genau ansehen sollten. Ein Durchschnitt von 1,5 bei 5000 Bewertungen ist allemal besser als eine 1,3 bei 20 Bewertungen – denn diese Noten kann sich ein dubioser Händler mit ein wenig Mühe auch selbst geben. Hilfreich ist ein Browser-Zusatzprogramm wie WOT (Web of Trust, Internet des Vertrauens), das die Seriosität eines Internet-Ladens mit Ampelfarben ­bewertet. Gratis-Download: mywot.com.

Kommt es auch auf meinen Computer an?

Natürlich. Denn nur mit der aktuellsten Version Ihres Browsers und Ihres Betriebssystems kaufen Sie sicher ein. Bei einem seriösen Händler und mit aktueller Software müssen Sie auch ­keine Angst vor der Online-Bezahlung haben. Beim Zahlen gilt übrigens: ­Niemals per Vorauskasse! Denn das ist die unsicherste Zahlungsweise. Am besten bezahlen Sie per Rechnung – aber erst, wenn Sie die Ware haben. Empfehlenswert ist auch der Bank­einzug, denn hier können Sie jede ­Abbuchung bis zu sechs Wochen widerrufen. Übrigens: 14 Tage können Sie jeden Interneteinkauf zurückschicken – aber bitte immer im versicherten Paket!

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa

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