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Leopoldina formuliert radikalen Plan zur Rettung der biologischen Vielfalt

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Campaign for Nature erwartet jetzt eine Reaktion der Bundesregierung.

Berlin (ots)

Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt präsentierte heute ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam der Leopoldina einen umfassenden Bericht zum globalen Zustand der biologischen Vielfalt. Die älteste naturforschende Akademie der Welt legte einen politisch ungefilterten Zehn-Punkte-Plan zur Bewältigung der Biodiversitätskrise vor.

Deutsche Politik muss Verantwortung für die Rettung der biologischen Vielfalt übernehmen

"Die klare und wissenschaftlich belegte Analyse zeigt eindringlich: Auch die deutsche Politik muss jetzt 'ohne Wenn und Aber' Verantwortung für die Rettung der biologischen Vielfalt übernehmen. Die Bundeskanzlerin muss das zur Chefsache machen, um eine wirksame Antwort auf den Zehn-Punkte-Plan zu finden", fordert Georg Schwede von der Campaign for Nature. 

Düsteres Bild vom Zustand der Biodiversität weltweit

Wie schon der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im letzten Jahr, zeichnen die Forscher ein ähnlich düsteres Bild vom Zustand der Biodiversität weltweit. Sie sehen die menschliche Existenz bedroht, wenn es nicht gelingt, eine grundlegende Trendwende im Umgang mit der Natur zeitnah einzuleiten. Dazu gehören laut Leopoldina deutlich verstärkte Maßnahmen zum Schutz bestehender natürlicher Lebensräume. Auch die Wiederherstellung von beeinträchtigten Lebensräumen und vor allem eine radikale Umkehr in der Landwirtschaft werden gefordert. Die Leopoldina macht die Landwirtschaft für 80 Prozent des Verlustes der biologischen Vielfalt verantwortlich.

Klare Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Union

Der Zehn-Punkte-Plan der Leopoldina für eine Trendwende formuliert klare Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Union. Diese Forderungen gehen in vielen Bereichen über das hinaus, was in den in dieser Woche vorgestellten Strategien der Europäischen Kommission, der Biodiversitätsstrategie und der "Farm to Fork" Strategie, an Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität geplant ist.

Insbesondere begrüßt die Campaign for Nature die Forderung der Wissenschaftler:

Biodiversitätskrise bewältigen

Mit diesem Bericht sende die Leopoldina zum Weltbiodiversitätstag ein weiteres deutliches Zeichen an die Bundesregierung, dass und wie gehandelt werden muss, um die Biodiversitätskrise zu bewältigen, so Georg Schwede. "Dieser Bericht renommierter Wissenschaftler bestätigt uns auch in unserer Forderung, mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen bis 2030 unter wirksamen Schutz zu stellen. Dies würde den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten und gleichzeitig wirksame Beiträge zum Schutz vor Pandemien und zum Klimaschutz leisten", kommentierte Georg Schwede.

Von Umweltministerin Schulze erwartet Schwede nun, dass sie sich diese Forderungen zu eigen macht und in den gegenwärtigen Verhandlungen zum 'Übereinkommen über die biologische Vielfalt' (CBD) mit Nachdruck vertritt.

Pressekontakt

Dr. Georg Schwede Representative Europe, Campaign for Nature georg@campaignfornature.com mobil: 0170 5571244

Klaus-Henning Groth Presse, Campaign for Nature klaus-henning@campaignfornature.com mobil: 0172 449 3366

Original-Content von: Campaign for Nature, übermittelt durch news aktuell

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