+
Meistens ist in den günstigen Preisen von Billigflügen nur ein Handgepäckstück enthalten. Wer mehr Gepäck mitnehmen möchte, muss draufzahlen. Foto: Jens Kalaene

Teure Zusatzangebote

Reisen mit dem Billigflieger: Fallstricke beim Buchen

Flug heraussuchen, einmal klicken - und fertig? So einfach ist das beim Buchen eines Billigfliegers nicht. Kunden müssen sich erst durch zahlreiche Zusatzangebote wühlen. Und sie müssen sich klarmachen: Zusatzkomfort kostet extra.

Berlin (dpa/tmn) - Billigflieger sind günstig - doch wer ein bisschen Extra-Komfort will, zahlt schnell drauf. Und dann ist der Flug plötzlich gar nicht mehr billig. Worauf Reisende beim Buchen achten sollten:

Koffer: "Wirklich billig fliegt man nur mit Handgepäck", sagt Falk Murko, Reiseexperte der Stiftung Warentest. Bei den günstigen Preisen, mit denen Billigairlines werben, handele es sich um Preise ohne zusätzlichen Koffer. Wer einen Koffer mitnehmen will, muss meist deutlich draufzahlen.

Buchen: "Während der Buchung versuchen die Airlines, Einnahmen zu erzielen", erklärt der Experte. Reisende müssen sich also durch einen Wust von Angeboten klicken - Mietwagen, Hotel oder zusätzliche Reiseversicherungen.

Sitzplatz: In der Regel können sich Reisende bei Billigairlines einen Sitzplatz aussuchen - allerdings gegen Aufpreis. "Kunden denken oft, sie müssten das machen." Doch einen Sitzplatz bekommen Reisende auf jeden Fall - auch ohne Aufpreis. Wer allerdings einen bestimmten Platz im Auge hat, muss zahlen.

Zahlungsmöglichkeiten:Murko empfiehlt, immer bei der Airline direkt zu buchen - bei anderen Buchungsportalen können Verbraucher allerdings vorher einen Preisvergleich machen. "Es ist vorgeschrieben, dass es immer eine gängige kostenlose Zahlungsart geben muss." Für einige Zahlungsmöglichkeiten verlangen die Fluglinien einen deftigen Aufpreis. Eine Servicepauschale, die nur Kunden mit einer bestimmten Kreditkarte erlassen wird, muss dabei laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs gleich in den Gesamtpreis miteingerechnet sein (Az. I ZR 160/15).

Essen und Trinken: Wer während des Flugs Hunger oder Durst hat, hat leider Pech gehabt. In der Regel gibt es Getränke und Snacks nur gegen Aufpreis. "Mann muss sich bewusstmachen, dass es da eigentlich gar keine Serviceleistungen mehr an Bord gibt", sagt Murko. Wer also kein zusätzliches Geld ausgeben will, sollte sich ein Butterbrot einpacken.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018
Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Doch nicht immer wissen Eltern das. Ab dem kommenden Jahr sollten sie sich über die …
Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018
ETF-Boom nun auch bei uns - doch ein Detail verwundert alle
Erst der Bitcoin, jetzt auch ETFs: Geldanlagen jeglicher Art boomen gerade – und sind lukrativer denn je. Warum Sie jetzt sofort zugreifen müssen.
ETF-Boom nun auch bei uns - doch ein Detail verwundert alle
Drei Dinge, die Sie mit Ihrem Chef unbedingt verhandeln sollten
Gehaltsverhandlungen gehören zu jedem Bewerbungsgespräch. Doch es gibt Dinge im Leben, die noch wichtiger sind - und um die sollten Sie unbedingt feilschen.
Drei Dinge, die Sie mit Ihrem Chef unbedingt verhandeln sollten
Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's
Der Herbst ist da und mit ihm das bunte Laub: Leider landet es oft in der Dachrinne - Sie müssen jedoch nicht immer auf die Leiter steigen, um es zu entfernen.
Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's

Kommentare