Die richtige Vorbereitung für einen Grilltag am See

Schon den ganzen Frühling über freuen sich Groß und Klein jährlich auf die warmen Tage im Sommer, auf das Baden im Freibad oder in Seen, auf laue Nächte im Freien und kühle Getränke.

Gerade Seen bieten sich an solchen Tagen auch für gemeinsame Grilltage mit Familie und Freunden an. Damit dabei auch alles glatt läuft und das Grillen nicht etwa an mangelnder Ausrüstung, zu wenig eingekauften Lebensmitteln oder unglücklichen Beteiligten scheitert, bedarf es einer guten Vorbereitung.

Den richtigen Grill wählen

Bevor es in die eigentliche Planung eines Grilltags am See geht, sollte überlegt werden, welche Art des Grills verwendet wird. In unserem großen Grillratgeber haben wir bereits diverse Grille vorgestellt und deren Vor- und Nachteile erörtert. Abhängig von der Größe der Gruppe und dementsprechend der Menge an Grillgut, sollte schließlich auch der Grill für den Tag am See gewählt werden. Da im Freien mit großer Wahrscheinlichkeit keine Steckdose in erreichbarer Nähe zu finden sein wird, fällt die Option Elektrogrill wohl eher flach.

Abbildung 1: Holzkohlegrills sind auch für das Grillen am See die beste Wahl.

Auch eine Gasflasche für den Gasgrill mitzuschleppen ist aufwendig und sorgt beim gemeinsamen Grillen am See für wenig Stimmung. Letztlich scheinen die klassischen Holzkohlegrills also die beste Wahl: sie lassen sich meist einfach transportieren, die Kohle ist nicht allzu schwer und das typische Grillaroma, das die heißen Kohlen auf das Essen übertragen, wird für zufriedene Gesichter sorgen.

Für zwei bis vier Personen übrigens bieten sich auch die sogenannten Einweggrills an, die diverse Supermärkte im Sommer oft in den Eingangsbereichen für 2-5€ liegen haben. Sie vereinen Untersatz, Grillrost, Anzünder und Grillkohle. Plastikbesteck und Pappteller dazu und schon steht auch einem spontaneren Grilltag nichts mehr im Weg. Für Leute ohne Grill sind die Einweggrills eine gute Option, sie lassen sich aber kaum mit einem großen Holzkohlegrill vergleichen. Zum einen ist der Abstand zwischen Kohle und Grillgut im Grunde zu gering, zum anderen sind sie mit ihren Aluminiumschalen aus ökologischer Sicht keine gute Wahl.

Sonne, Feuer & Co. – Sicherheitsmaßnahmen

Parks und Seen sind öffentliche Plätze und damit für jedermann zugänglich. Allerdings kann nicht jedermann dort tun und lassen, was er will. Auch gegrillt werden darf an Seen nur, wenn der Ort ausdrücklich als Grill-Zone gekennzeichnet ist. Natürlich kann auch an nicht gekennzeichneten Stellen gegrillt werden – wer erwischt wird, muss aber mit einem Bußgeld rechnen. Übrigens finden Grill-Fans an insgesamt fünf Seen am Stadtrand von München Plätze, um ihr Grillgut zuzubereiten: Im Norden am Lerchenauer See, Fasaneriesee, Feldmochinger See sowie im Westen am Langwieder See, Lußsee und Birkensee. Mit Hilfe der Karte mit allen öffentlichen Grillstellens Münchens kann sich weiterhin ein Überblick verschafft werden.

Abbildung 2: Mit einer von Steinen gut abgegrenzten Feuerstelle lässt sich ein Ausbreiten des Feuers vermeiden.

Neben der richtigen Grillstelle oder Feuerstelle, mit der in der Regel auch ein sich Ausbreiten des Feuers vermieden wird, sollten die Grillgäste weiterhin bereits im Voraus unterschiedlichste Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen:

  • Um den Grill nach der Benutzung zu löschen und kein Feuer zu riskieren benutzen die meisten Menschen Wasser. Viel besser eignet sich allerdings Sand, der sich praktischerweise gerade an Baggerseen häufig findet. Lockere, im besten Fall leicht feuchte Erde, eignet sich fast genauso gut.
  • Auch auf das eigene Wohlergehen ist zu achten. Die meisten Menschen stehen selbst einmal gerne am Grill und wenden das Grillgut – besonders auch die Jüngeren unter uns. Wer mit Kindern grillt, sollte ihnen beibringen, wie die Grillzange zu halten ist, warum es wichtig ist, Abstand vom heißen Rost und den Kohlen zu halten usw. Auf Spiritus als Grillanzünder sollte übrigens verzichtet werden, da es durch ihn zu enormer Flammenbildung kommen kann.
  • Was oft vergessen wird: an heißen Tagen am See ist man meist ungeschützt vor der Sonne unter freiem Himmel. Wer sich nicht eincremt oder eine Kopfbedeckung trägt, holt sich gerne mal schnell einen Sonnenstich. Deshalb sollte nicht nur vorgecremt, sondern die Creme auch mit zum Grillen genommen werden. Mit wasserdichter Sonnencreme ist übrigens auch die Abkühlung zwischendurch im See kein Problem. Es gibt mittlerweile auch gutes Make Up mit Sonnenschutzfaktor und ähnlich praktische Produkte, mit welchen der Tag am See gestylt und trotzdem geschützt verbracht werden kann.

Was muss alles mit?

Damit vor Ort nicht plötzlich festgestellt werden muss, dass wichtige Dinge fehlen und Panik ausbricht, ist dem Ganzen mittels einer Packliste vorzubeugen.

Grill- und Kochausrüstung:

Abbildung 3: Auf Grillspießen lässt sich das Grillgut gleichmäßig verteilen und über den Kohlen brutzeln.

Alles aufzuzählen, was zum Grillen mitgenommen werden kann, ist unmöglich. Es gibt hier die unterschiedlichsten praktischen Produkte, von Sporks (Gabel und Löffel in einem), bis hin zu Getränkekasten-Schwimmringen für den See. Allerdings sind einige Dinge essentiell und dürfen bei keinem Grilltag am See fehlen. Dazu gehören:

  • Der Grill selbst inklusive Kohle, Anzünder und Rost
  • Grillzange
  • Grillspieße
  • Camping-Besteck und Camping-Geschirr
  • Dosen- und Flaschenöffner
  • Küchenrolle, Servietten
  • Müllsäcke
  • Kühlakkus und Kühltruhen/-boxen

Essen und Trinken:

  • Grillgut: Fleisch, Würste, Vegetarisches, Brot/ Baguette
  • Frischkäse
  • Gekochte Eier
  • Ketchup und Soßen
  • Obst
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika)
  • Wasse
  • Bier, Softdrinks

Apotheke und Sonstiges:

  • Sonnenschutzmittel
  • Mückenschutz
  • Zeckenpipette
  • Pflaster und Verbandszeug
  • Badehose, Bikini, Badetücher
  • Portable Lautsprecher

Rubriklistenbild: © RitaE (CC0 1.0) pixabay.com

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